Die Mieter zahlen nun die Zeche
30.03.2009 | 19:15 Uhr 2009-03-30T19:15:00+0200Es war nicht die erste und nicht die letzte Fehlentscheidung der schwarz-gelben Landesregierung. Aber eine, von der aktuell hunderttausende Bürgerinnen und Bürger betroffen sind: Der Verkauf der landeseigenen Wohnungsgesellschaft LEG an den US-Immobilienfonds „Whitehall”.
Allen Sorgen und anderen Angeboten zum Trotz, ließen sich CDU und FDP nicht von ihrem Plan abbringen, die 93 000 Wohnungen an eine „Heuschrecke” zu verkaufen. Die massiven Bedenken der Mietervereine verhallten ungehört und kommunale Gesellschaften wie die Dortmunder Stadtwerke-Tochter „Dogewo21” bewarben sich vergeblich. Dabei hätten diese eine zukunftsfähige Perspektive geboten. Doch die Landesregierung wollte die Wohnungen in einem Rutsch verkaufen. Koste es, was es wolle - diesen Eindruck erweckte das Geschäft.
Schon vor der Wirtschaftskrise und dem Platzen der US-Immobilienblase war die „Heuschrecke” zumindest aus Mietersicht nicht die erste Wahl. Und die verabschiedete Sozialcharta ist - wie befürchtet - nur wenig Wert.
Denn nur wenige Monate nach dem Kauf zeigt „Whitehall” sein wahres Gesicht: Mit allen Mitteln wird nun versucht, Geld aus den Wohnungen zu ziehen: Die Investitionen sind gestoppt, die Mieten werden erhöht. Das war absehbar. Doch CDU und FDP wollten das nicht hören. Jetzt müssen die Mieter die Zeche zahlen.
11:57
Hallo Professor, bei einer solchen Debatte, bei der es um Menschen und ihre ( durch schlechte Politik verursachten ) Schicksale geht, da sind wir chez nous, keine Flughafengegner mit Befindlichkeitsstörugen hier, nirgends.
Aber hier gehts ja auch darum, Partei für andere zu ergreifen.
Der Arbeiterführer Rüttgers in Hochform, jedenfals. So sieht Arbeiterführer-Politik aus: Wers sich nicht leisten kann, in eine bessere Gegend zu ziehen, der wird an eine Heuschrecke verkauft - und zum Vorderfenster heraus derweil von Arbeiterpolitik und Bürgerrechten schwadroniert.
Wenn die LEG- Bewohner ihren Mietzins nicht mehr aufbringen können, sind sie hoffentlich schlau genug, bei den CDU - Wählern im Dortmunder Süden einzubrechen - damit die Elendskriminalität wenigstends die trifft, die sie verursacht haben.
20:36
Jaja - diese schwarzgelbe Landesregierung. Nur das Dollarzeichen in den Augen, und die Menschen vor Ort interessieren keinen!
Und in Dortmund?
Der schwarzgelbe OB-KandidatPohlmann blamiert sich vor den Mietern in Westerfilde mit Schlips, Kragen und Banalitäten.
Bleibt den Mietern in Lanstrop, Westerfilde und in anderen Großsiedlungen nur die Hoffnung, dass die Strategie von Stadtdirektor Sierau greift. Die Heuschrecken mit dem Vorkaufsrecht unter Druck setzen und möglichst viele Wohnungen auf lange Sicht unter die Fittiche der DOGEWO bringen.
Privat vor Staat hat nicht nur seit der Bankenkrise endgültig keine Zukunft mehr!