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Kommentar

Der erste Fang

06.05.2010 | 19:52 Uhr

Endlich! Ein Erfolg bei der Suche nach den Giftschleudern im Hafen war überfällig.

Die meisten Leidtragenden – Hafen-Anwohner, Kleingärtner, Fredenbaum-Besucher – hatten längst den Glauben an die Behörden verloren. Jetzt haben die Ermittler Envio am Wickel. Als einziger Hafenbetrieb, der von PCB lebt und jeden Tag damit zu tun hat, zählte die Firma von Anfang an zu den Verdächtigen.

Dass mit ihr aber der Hauptschuldige überführt wäre, scheint fast ausgeschlossen. Der Wind weht buchstäblich aus einer anderen Richtung. Der Jahresmittel-Abgleich der Windverhältnisse mit den Koordinaten der übelsten Giftkonzentrationen deutet auf Verursacher im westlichen Hafenbereich hin.

Envio entlastet das nicht. Der PCB-Fund als solcher ist schon schlimm. Schlimmer aber ist die Art, wie das Unternehmen bisher mit öffentlichen Vorwürfen umging. Vor fünf Monaten empfing der Vorstandschef den Autor dieser Zeilen und rühmte sein Haus als beispielhaft für moderne, umweltfreundliche Technologie.

Am Donnerstag ging der Saubermann auf Tauchstation. Wie viele Menschen ungeschützt Kontakt mit dem Gift-Trafo hatten? Wie eine 150-fache Überschreitung des PCB-Grenzwertes zum reinlichen Image passt? Welche personellen oder persönlichen Konsequenzen er aus dem Fall zieht? Darauf und auf vieles mehr hätten wir und unsere Leser gerne Antworten gehabt.

Wir werden sie nachreichen, ganz sicher.

Klaus Brandt

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Kommentare
12.05.2010
15:41
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von Heiner Mecklenberg | #3

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12.05.2010
13:11
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von Heiner Mecklenberg | #2

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07.05.2010
19:36
Der erste Fang
von grottenolm | #1

Schön, das der Autor obiger Zeilen auch endlich merkt, das er im Januar von der Firma Envio an der Nase herum geführt wurde. Tipp: Ab und zu etwas recherchieren hilft! Dann bringt man auch nicht ständig PCB und PCDD durcheinander.

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Zickzack-Kurs auf Zeit
CONTRA
Radschnellweg, die Dritte: Dafür, dagegen, dafür - wie denn nun? Egal, ob man begeisterter Radfahrer ist oder nicht: Bei diesem Zickzack-Kurs kann man OB Sierau nur wünschen, dass er einen Helm trägt, das Handy aus ist, und sein Navi funktioniert.
Schnell nachbessern
PRO
Den geplanten Radschnellweg nur auf die finanzielle Seite zu reduzieren, wäre fatal. Sicher, 37 Millionen Euro für eine Ost-West Strecke ist völlig überteuert. Und es ist ein fatales Signal, dass der RVR argumentiert, 80 Prozent kommen von Bund und Land. Na und? Damit sind es immer noch...