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Bombenterror nur Samstag?

02.09.2010 | 20:02 Uhr
Bombenterror nur Samstag?

Dortmund.Sicher überwiegt die Freude und Erleichterung über das Verbot, das Polizeipräsident Hans Schulze gegen den geplanten Nazi-Aufmarsch verhängt hat. Doch der Grund gibt Anlass zu ernster Besorgnis und zeigt, zu welcher Eskalation der Gewalt es gekommen ist. Die Rechten nehmen bereitwillig in Kauf, dass Menschen auf den Demonstrationen getötet werden. Denn man ist bereit, sich den Weg durch Blockaden mit Hilfe dieser tödlichen Sprengkörper zu bahnen.

Noch bleibt allerdings abzuwarten, ob die Gerichte die Auffassung der Dortmunder Polizei teilen, dass das Risiko einer rechtsextremen Demonstration unkalkulierbar ist. Bestand im vergangenen Jahr die berechtigte Hoffnung, dass Dortmund nach Verbot durch die Polizei der Aufmarsch erspart bleiben würde, so machten die Gerichte das zunichte. Nun spekulieren schon jetzt einige Rechtsexperten, dass sie doch nach Dortmund kommen dürfen. Dann steht unserer Stadt vielleicht „nur“ eine stationäre Kundgebung ins Haus wie schon 2009.

Völlig unverständlich ist es bei all der Erleichterung über das Verbot, das nur am kommenden Samstag greifen soll, dass Bomben anscheinend nur am Samstag tödlich eingesetzt werden könnten. Es will vielen nicht einleuchten, dass man den Aufmarsch am Samstag verbietet, das als Mobilisierungsaktion gedachte Rechtsrockkonzert oberhalb der Katharinentreppe am Freitagabend aber nicht.

Andreas Winkelsträter

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Zickzack-Kurs auf Zeit
CONTRA
Radschnellweg, die Dritte: Dafür, dagegen, dafür - wie denn nun? Egal, ob man begeisterter Radfahrer ist oder nicht: Bei diesem Zickzack-Kurs kann man OB Sierau nur wünschen, dass er einen Helm trägt, das Handy aus ist, und sein Navi funktioniert.
Schnell nachbessern
PRO
Den geplanten Radschnellweg nur auf die finanzielle Seite zu reduzieren, wäre fatal. Sicher, 37 Millionen Euro für eine Ost-West Strecke ist völlig überteuert. Und es ist ein fatales Signal, dass der RVR argumentiert, 80 Prozent kommen von Bund und Land. Na und? Damit sind es immer noch...