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Kommentar

Biedermann und die Brandstifter

04.05.2010 | 22:01 Uhr

Worüber eigentlich wollte sich Dortmunds Ex-Feuerwehrchef Klaus Schäfer beim Neonazi-Aufmarsch „informieren”?

Die dumpfen Parolen der Braunen und ihre perfide Anbiederung an das Stammtisch-Gegrummel der ewig Unzufriedenen können es nicht gewesen sein. Die kann, wer will, sich nur allzu leicht aus dem Internet runterladen.

Nein: Sich gleich mehrfach bei Rechtsaufmärschen einzureihen, das hat etwas erschreckend Bekenntnishaftes, bedeutet bewusste Provokation, die unentschuldbar bleibt. Den Stab zu brechen über Klaus Schäfer ist da das eine. Doch das entbindet niemanden, die Frage weiter bohrend zu stellen, was den Feuerwehrmann an die Seite der Brandstifter trieb.

Michael Kohlstadt

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Kommentare
05.05.2010
21:23
Biedermann und die Brandstifter
von DoBiDo | #5

Was ist daran verboten auf genehmigte, friedliche Demonstrationen zu gehen und sich dort zu informieren? Der Antikriegstag war sogar vom Bundesverfasungsgericht zugelassen worden und der Trauermarch von Dresden fand ja überhaupt nicht statt. Vielleicht mal die Hysetrie etwas zurückfahren und die Kirche im Dorf lassen.

05.05.2010
20:11
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von leo S. | #4

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05.05.2010
15:37
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von sdb | #3

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05.05.2010
09:56
Biedermann und die Brandstifter
von der Allmaechtige wirds richten | #2

... greift aber trotzdem nicht.
Wenn er sich der Konsequenzen bewusst gewesen waere, haette er allein aus Eigennutz diesen Fauxpas nicht begannen.
Sich aus purer Unzufriedenheit selbst so ins Abseits zu katapultieren wuerde ja von noch mehr Dummhiet zeugen, als es die Teilnahme an dieser unaeglichen Veranstaltung am 30. April schon tut.

04.05.2010
23:11
Biedermann und die Brandstifter
von Kichael Mohlstadt | #1

Ach Michael Kohlstadt, die Antwort ist einfacher, als ihr Journalisten zu glauben vermagt:

Ich versuch´ mal, ein wenig Licht ins Dunkel zu werfen und bitte alle linken Gehirnakrobaten, meine Überlegungen erstmal zu Ende zu lesen.

Meine Theorie ist folgende: Schäfer hat seinen Rauswurf ganz bewusst provoziert, weil er von OB-Kandidat Sierau gnadenlos abserviert wurde.

Der Mann war Feuerwehrchef der sechstgrößten Stadt Deutschlands und immer unbequem, wenn es um irgendwelche Starprojekte von Langemeyer und Sierau ging.

Er warnte beim 3do-Projekt (Mega-Einkaufszentrum über dem Hauptbahnhof) vor möglichen Katastrophen, wenn ein Bahntankzug im Hauptbahnhof entgleisen würde. Langemeyer und Sierau wollten davon nichts hören.

Er warnte beim U-Turm vor der Außenverkleidung des Turms aus Teer, die im Brandfall wie eine Fackel wirken würde. Langemeyer und Sierau wollten davon nichts hören.

Er warnte bei der Loveparade vor einem mangelnden Sicherheitskonzeot. Langemeyer und Sierau wollten davon nichts hören.

Die Folge: Schäfer wurde weggelobt vom Leiter Feuerwehr zum Institutsleiter Rettungstechnologie. Dort hat er sich den Popo plattgesessen, war unterfordert und wollte einfach mittels eines spektakulären Auftritts in den vorzeitigen Ruhestand.

Lieber Möchtegern-Oberbürgermeister Sierau: Das kommt davon, wenn man kompetente Männer wegmobbt!

Bye the way: Meine Theorie wird von vielen Insidern in der Verwaltung als absolut nachvollziehbar angesehen.....

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Zickzack-Kurs auf Zeit
CONTRA
Radschnellweg, die Dritte: Dafür, dagegen, dafür - wie denn nun? Egal, ob man begeisterter Radfahrer ist oder nicht: Bei diesem Zickzack-Kurs kann man OB Sierau nur wünschen, dass er einen Helm trägt, das Handy aus ist, und sein Navi funktioniert.
Schnell nachbessern
PRO
Den geplanten Radschnellweg nur auf die finanzielle Seite zu reduzieren, wäre fatal. Sicher, 37 Millionen Euro für eine Ost-West Strecke ist völlig überteuert. Und es ist ein fatales Signal, dass der RVR argumentiert, 80 Prozent kommen von Bund und Land. Na und? Damit sind es immer noch...