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Thomas Baumgärtel und das...

Banana Split

08.04.2009 | 18:07 Uhr

Eine Südfrucht als Signet der Kunstszene - eine Idee, die Sie Banane finden? Ohne Zweifel, Thomas Baumgärtels Feldzug für die Kunst polarisiert. Und doch schafft der Wahlkölner es, Emotionen zu schüren und Menschen zur Auseinandersetzung mit Kunst zu treiben.

Er sagt, er kämpfe für die Freiheit der Kunst - und die fängt auch in den Köpfen an.

Sicherlich sähe es skurril aus, wenn da über Monate eine Banane zwischen das „U” gequetscht wäre - aber Aufmerksamkeit wäre dem alten Brauereiturm sicher gewesen. Und Kunst muss ja nicht immer bierernst sein, sondern darf auch Humor beweisen, die Betrachter zum Schmunzeln oder Kopfschütteln bringen. Schade, dass es mit dem „U” nichts wird.

Jenseits dieser oberflächlichen Betrachtung steckt hinter Baumgärtels Mission aber auch eine kluge Idee: Er markiert Orte guter Kunst, macht sie für jedermann unmittelbar erkennbar und schafft vor allem ein Netzwerk. Eines, das sich mittlerweile über die Welt zieht.

Die Banane sorgt also im besten Sinne für Orientierung und vielleicht sogar ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Baumgärtel spricht zurecht von Nachhaltigkeit.

Dass die Ruhr.2010 eben die immer wieder für die Kulturhauptstadt fordert und dann doch nicht - wie der Künstler behauptet - das Gespräch mit ihm sucht, ist das eigentlich Traurige an diesem Fall.

Nadine Albach

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Kommentare
13.04.2009
11:47
Banana Split
von welcomeinutopia | #2

Das wäre doch super!
Christo hat sich auch alles mögliche anhören müssen und dann wars ein Riesen Publikums Magnet. Das hat sich nicht mal Berlin träumen lassen, die Politiker schon gar nicht! Der Kultur gehört die Zukunft , schon heute sind mehr Menschen in Museen als in Fußballarenen. Und auch unter wirtschaftlichem Focus ist Kultur längst eine nicht zu unterschätzende Größe. Nur hat das halt noch nicht jeder gemerkt.

08.04.2009
21:27
Banana Split
von drFake | #1

Der Bekloppte kann mit seinen Bananen Trampelpfade in Afrika oder sonstwo in den Tropen ausschildern.

Die Kunst besteht wohl hier darin, daß aus Steuergeldern der Quatsch auch noch - fürstlich, ist ja Kunst - bezahlt werden soll. Wem das gelingt, der darf sich zu Recht als Künstler bezeichnen.

Vielleicht steht die Banane aber auch in künstlerischem Sinne für unsere derzeitige Verfassung der Republik .......

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