An morgen denken
21.04.2009 | 17:54 Uhr 2009-04-21T17:54:00+0200Man muss kein Prophet sein, um zu wissen: Immer mehr Menschen werden im Alter nicht von ihrer Rente leben können und stattdessen auf staatliche Hilfe angewiesen sein.
Obwohl sie nie auf der - so gerne bemühten - faulen Haut gelegen haben. Obwohl sie jahrelang, tagein, tagaus gearbeitet, ja geschuftet haben. Oder Verantwortung übernommen haben bei der Kindererziehung. Um dann später wieder in den Beruf einzusteigen und in die Rentenkasse einzuzahlen.
Am Ende ihres Arbeitslebens wundern sich schon heute die meisten Rentner, wie wenig unterm Strich überbleibt. Dabei ist die heutige Rentner-Generation noch gut dran. Weil sie in einer Zeit gearbeitet hat, als man gut verdiente und von den Löhnen und Gehältern gut leben konnte -und das über Jahrzehnte. Die Zeiten sind vorbei. Welcher Arbeitsplatz ist heute schon sicher?
Sicher ist nur: in schlechten Zeiten arbeiten immer mehr Menschen zu noch schlechteren Bedingungen. Zeitverträge, Mini-Löhne sind Alltag. Meistens sind es Ungelernte, die keine regulären Jobs mehr finden und sich ausbeuten lassen. Sie haben ebenso wenig eine Wahl, wie sie auf eine hohe Rente hoffen dürfen.
Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg. Zumindest erhöht sie die Chancen auf einen guten Job und Rente. Niemand - speziell Ehefrauen und Babypausenfrauen - kann es sich leisten, nicht an morgen zu denken.
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