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Amtsleiter auf Abruf

21.01.2009 | 18:52 Uhr

Der einzige, der verhindern könnte, dass sich das Betriebsklima in den Amtsstuben noch weiter aufheizt und die Stadt Dortmund mit Reinold Plätz einen Personalamtsleiter "auf Abruf" bekommt, ist Ullrich Sierau.

Natürlich täte sich die SPD, ohne die es im Rat keine Zweidrittel-Mehrheit gegen die Beförderung von Langemeyers Liebling gibt, schwer, den amtierenden OB und ihren stellv. Stadtbezirks-Chef in Hombruch öffentlich zu demontieren.

Aber: Ginge er voran, so soll Sierau signalisiert worden sein, werde man ihm folgen. Zumal die Gelegenheit günstig ist: Schließlich geht es nur um eine Personalfrage. Da muss man nicht inhaltlich werden.

Sierau will aber nicht. Zwar passt auch ihm so manches nicht, was Langemeyer anstellt, um irgendwie über die nächste Runden zu kommen. Aber Sierau ist hauptberuflich Dezernent und will seinem Boss nicht in den Rücken fallen. Das ehrt ihn erstens und ist zweitens auch schlau. Kann ja sein, dass Sierau ab dem 21. Oktober unter einem OB weiterdienen muss, der Joachim Pohlmann heißt.

Sierau - das hat er mit Langemeyer gemein - spekuliert darauf, die OB-Wahl mit Hinweis auf das zu gewinnen, was die Langemeyer-Administration auf die Beine gestellt hat. Die Frage ist nur, ob die Wähler nicht schon vorher abrechnen.

Von Rolf Maug

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Zickzack-Kurs auf Zeit
CONTRA
Radschnellweg, die Dritte: Dafür, dagegen, dafür - wie denn nun? Egal, ob man begeisterter Radfahrer ist oder nicht: Bei diesem Zickzack-Kurs kann man OB Sierau nur wünschen, dass er einen Helm trägt, das Handy aus ist, und sein Navi funktioniert.
Schnell nachbessern
PRO
Den geplanten Radschnellweg nur auf die finanzielle Seite zu reduzieren, wäre fatal. Sicher, 37 Millionen Euro für eine Ost-West Strecke ist völlig überteuert. Und es ist ein fatales Signal, dass der RVR argumentiert, 80 Prozent kommen von Bund und Land. Na und? Damit sind es immer noch...