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Alte Sünden

17.01.2008 | 23:14 Uhr

Als Dienstleister wissen die Stadtwerke zu genau, dass Kunden auf Veränderungen höchst sensibel reagieren. Erst recht, wenn sie das Angebot verschlechtern. ...

... Und natürlich senken die Verkehrsbetriebe den Standard, wenn sie in den kommenden Jahren jede vierte altersschwache Rolltreppe ersatzlos ausmustern.

Und dennoch: Das Spardiktat ist die fast logische Konsequenz aus den Sünden der Vergangenheit. Folgekosten für Betrieb, Reparatur und Erneuerung der teuren Anlagen? Solche Gedanken waren nicht opportun, als Politiker und andere Hochmögende vor einem Vierteljahrhundert das Dortmunder Stadtbahnzeitalter einläuteten. Faustregel: schneller, weiter, höher und möglichst technisch perfekt. Mit Neuem lässt sich eben gut glänzen. Dass jeder der zwölf Dortmunder Stadtbezirke selbstverständlich sein eigenes Hallenbad bekommen musste, passt haargenau ins Bild.

Jetzt rächt sich, dass man es in der Stadtwerke-Zentrale nicht für nötig gehalten hat, die notwendigen Rücklagen zu bilden. Wohl im blinden Vertrauen, dass Land und Bund im Laufe der Zeit ihre Kassen öffnen und Zuschüsse für die Erneuerung der Anlagen schicken werden. Gerade das aber tun sie (noch) nicht. Konsequenz. Die Stadtwerke ziehen die Sparbremse. Versichern aber, dass die Kunden keine Nachteile haben sollen. Das Wort steht, DSW wird sich daran messen lassen müssen.

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Kommentare
21.01.2008
08:58
Alte Sünden
von movienrz | #2

Wenn sich die DSW21 von Ihren Rolltreppen ersatzlos trennen will, werden Alte, Behinderte und Frauen mit Kinderwagen ausgegrenzt. Anstelle den Airport Dortmund für Billigflieger zu subventionieren, gehören diese Aufwendungen in den öPNV von Bus und Bahn.

18.01.2008
09:32
Alte Sünden
von Elefantenmaus | #1

Man könnte die Rolltreppen privatisieren.
Schluck, da blebt was im Hals stecken.

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Zickzack-Kurs auf Zeit
CONTRA
Radschnellweg, die Dritte: Dafür, dagegen, dafür - wie denn nun? Egal, ob man begeisterter Radfahrer ist oder nicht: Bei diesem Zickzack-Kurs kann man OB Sierau nur wünschen, dass er einen Helm trägt, das Handy aus ist, und sein Navi funktioniert.
Schnell nachbessern
PRO
Den geplanten Radschnellweg nur auf die finanzielle Seite zu reduzieren, wäre fatal. Sicher, 37 Millionen Euro für eine Ost-West Strecke ist völlig überteuert. Und es ist ein fatales Signal, dass der RVR argumentiert, 80 Prozent kommen von Bund und Land. Na und? Damit sind es immer noch...