Alarm im Krankenhaus
18.03.2010 | 21:00 Uhr 2010-03-18T21:00:00+0100
Dortmund. Die Medizin hat mit vielen Fußangeln zu kämpfen: Enormer Kostendruck, auf die Bremse tretende Krankenkassen und leere öffentliche Kassen - und nun auch verschärfte Personalengpässe.
Wenn Krankenhausleitungen selbst in Großstädten schon die Alarmglocken läuten, dass sie keine Fachärzte mehr bekommen, zeigt das die bedrohliche Situation für das Gesundheitswesen. Die Abrechnung nach Fallpauschalen hat genau den Druck in den Krankenhäusern erzeugt, der erwartet worden war. In den Häusern hat heute nicht mehr der Chefarzt das sagen, sondern der Controller, der die Kosten drücken soll. Dass das aufs Betriebsklima drückt, ist klar. Gleichzeitig ist die Schlagzahl bis ins Unerträgliche erhöht worden. Mehr Neuzugänge, mehr Operierte auf den Tischen in weniger Zeit bei knapper Liegezeiten.
Die Zeiten, in denen zwischen Personal und Patienten ein persönliches Wort des Trostes oder der Zuwendung gewechselt werden konnte, ist vorbei. Der Frust sitzt gerade bei Beschäftigten im Krankenhaus tief.
Kein Wunder, dass ein Mediziner die Gelegenheit beim Schopfe fasst und die Tretmühle im Klinikbetrieb gegen einen lukrativen Job im Management oder in der Industrie tauscht. Wer um die Gunst des Nachwuchses ringt, muss den Beruf wieder attraktiv machen. Wenn dies nicht bald gelingt, ist der hohe Medizin-Standard ernsthaft in Gefahr.
12:46
Liebe Redakteure,
das mit dem Notenschnitt von 1,1 stimmt nicht annährend. Sie hätten sich einmal die Zulassungsergebnisse auf der Website der ZVS angucken können. Dort hat man im letzten Jahr mit 1,3, in Bonn mit 1,5, in Bochum mit 1,6 einen Studienplatz erhalten.
Mit Ihrer Aussage, dass man mit einer Note schlechter als 1,1 keinen Studienplatz im FAch Medizin erhält, ist falsch.
Sie hätten stattdessen vielleicht einmal das Verfahren der Studienplatzvergabe schildern sollen. Dann wäre neben ganz vielen anderen wichtigen Aspketen auch zur Sprache gekommen, dass an einigen Hochschulen schon Auswahlgespräche mit Studienplatzbewerbern geführt werden.
Ihre Berichterstattung ist eine Katastrophe und schürt die Panik. In der Tat: Sie verbreiten damit in der Schülerschaft totale Panik. Panik trifft Verunsicherung.
12:46
Wir hatten einmal ein Gesundheitssystem in Deutschland, das für kleine Leute zwar nicht first klass war, aber verlässlich unhd solide.
Je höherrangig die Politiker , und je höherqualifiziert die Experten ware3n und sind, die es weiterentwickeln , desto schneller und steiler geht es damit bergab.
Das hat wohl Ziel und Methode: Ein amerikanisches System soll her: Spitzenklasse Versorgung für Leute, die Geld haben und miese Massen-Holzklassenversorgung für Kassenpatienten und für die auch noch immker teuerer. Traurig.
18:45
So weit her mit dem Alarm kann es
nicht sein, wenn sich das Klinikum noch einen neuen Arbeitsdirektor leistet - gerade noch rechtzeitig vor der bedingslosen Kapitulation am 9. Mai 2010 - , obwohl eine Kommission im letzten Jahr geraten hatte, gerade diesen Verwaltungsposten einzusparen.
00:12
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