"Kollegtive" Kostenexplosion
23.04.2007 | 14:47 Uhr 2007-04-23T14:47:06+0200Eine Sanierung des völlig maroden Robert-Schuman-Kollegs an Ort und Stelle (Sckellstraße). Folglich nur ein neues Berufskolleg auf dem U-Gelände. Und eine qualitätvolle Sanierung des ebenfalls maroden Brügmann-Blocks. Diesen Vorschlag wird die Verwaltung
Die Kosten-Nutzen-Analyse zu den Dortmunder Berufskollegs liegt vor. Noch kennen nur interne Zirkel die exakten Zahlen. Die aber machen jede weitere politische Debatte faktisch überflüssig. Wie unsere Zeitung vorab erfuhr, würde eine Verlagerung des Schuman-Kollegs in einen Neubau auf dem Gelände unter dem "U" - und damit einhergehend auch der Umzug des Kinder- und Jugendtheaters (KJT) an einen anderen Standort deutlich teurer als eine Sanierung der Sckellstraße. Und zwar, so die Expertise, "um einen zweistelligen Millionenbetrag". Auch, weil auf dem Gebäude noch ein Restwert von rd. fünf Millionen Euro liegt.
Noch alarmierender ist die Bestandsaufnahme für den Brügmann-Block an der Geschwister-Scholl-Straße, in dem auf engstem Raum fünf Kollegs untergebracht sind - und aus allen Nähten platzen. In einem wenig qualifizierten Eckpunktepapier vom Sommer vergangenen Jahres waren die Sanierungskosten insgesamt mit rund 22 Millionen Euro taxiert worden. Skeptiker hatten seinerzeit bereits gewarnt: Die Zahlen seien nicht belastbar. Jetzt ergab die Detail-Untersuchung: Wenn die Handwerker im Brügmann-Block erst einmal den Hammer kreisen lassen, werden sie der Stadt am Ende Rechnungen in Höhe von rund 40 Millionen Euro ausstellen - fast in doppelter Höhe also.
Zahlen, die Zündstoff für die politische Debatte liefern - denn: Die SPD tendierte deutlich zu einer Lösung mit zwei Kolleg-Neubauten auf dem U-Gelände. Gegen ihren OB Langemeyer. Und auch ihr Koalitionspartner, die Grünen, haben stets erklärt, erst die Zahlen abwarten zu wollen. Die liegen jetzt vor. Heute werden sie sie erfahren.
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