Knöllchen steigern Einnahmen des Dortmunder Ordnungsamts
21.12.2012 | 17:40 Uhr 2012-12-21T17:40:00+0100
Dortmund. Die neue Knöllchen-Regelung des Bundesverkehrsministeriums, welche ab 1. April 2013 voraussichtlich mehr Geld in die Kassen von Städten und Gemeinden spülen soll, könnte Dortmund eine schwarze Null im Bereich der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einbringen.
Die neue Knöllchen-Regelung des Bundesverkehrsministeriums, welche ab 1. April 2013 voraussichtlich mehr Geld in die Kassen von Städten und Gemeinden spülen soll, könnte möglicherweise der Stadt eine schwarze Null im Bereich der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einbringen. Bisher arbeitet das Ordnungsamt samt seiner bei den Bürgern eher unbeliebten Außendienstmitarbeiter nicht kostendeckend. Ein lukratives ist das Geschäft mit den Falschparkern somit nicht.
Tatbestände vermutlich um 5 Euro erhöht
Nachdem es zunächst hieß, die Verwarngelder, die in ihrer jetzigen Höhe seit 1990 bestehen, sollen verdoppelt werden, ist nun klar: Einzelne Tatbestände werden „vermutlich um 5 Euro erhöht“, wie ein Sprecher der Stadt mitteilt. Eine Verdopplung der Erträge sei somit keinesfalls zu erwarten.
Steigerung zum Vorjahr
Im Jahr 2012 erzielte die Stadt voraussichtlich rund drei Millionen Euro aus Parkautomaten, an Verwarngeldern flossen nur rund 2,4 Millionen Euro. Immerhin habe man sich im Vergleich zu den Vorjahren gesteigert: In 2011 gab es „nur“ knapp 2 Millionen Euro an Verwarngeldern, 2010 zahlten die Dortmunder Falschparker lediglich 1,8 Millionen Euro ins Stadtsäckel ein.
Wo genau der „Break Even“, der Durchbruch zur Kostendeckung, erreicht sei, will die Stadt Dortmund nicht verraten. Auch die Zahl der möglichen Knöllchen sowie die mögliche daraus resultierende Summe will man nicht verraten. „Das wäre Kaffeesatzleserei“, so ein Sprecher.
Plus in der Kasse könnte Kostendeckung bringen
Im aktuell gültigen Bußgeldkatalog kostet das Parken mit abgelaufenem Parkschein bis zu 30 Minuten fünf Euro. Das ist ein vergleichsweise günstiger Tarif . Teuer wird’s für Autofahrer, die eine Feuerwehrzufahrt zuparken: Sie müssen momentan noch 35 Euro berappen. Dass 5 Euro mehr Falschparker tatsächlich zur Räson bringen, bezweifeln Skeptiker. Aber dem Ordnungsamt könnte die Erhöhung neben dem Plus in der Kasse Kostendeckung bringen.
12:19
Wusste gar nicht, dass ein Ordnungsamt das Ziel hat, schwarze Zahlen zu schreiben. Ich dachte, die sollen ordnen. Das kostet natürlich.
11:40
Wenn ich bösartig wäre, dann würde ich jetzt schreiben, wenn sich jeder Autofahrer konsequent an die bestehenden Verkehrsregeln hält, die Knöllchenschreiber (m/w) arbeitslos würden. Diese müssten sich dann nach einer ehrbaren Tätigkeit umsehen. Aber ich schreibe es nicht....oh, zu spät.(;-)
Was ist denn an der Arbeit des Ordnungsamts "unehrbar"? Wissen Sie, in wie vielen Fällen Rettungskräfte zu Spät ankommen, weil Falschparker die Wege versperren?
Unehrbar das ist das Verhalten der Autofahrer, die unfähig sind sich an die Regeln zu halten.
Stadtwaeldchen und EduardM beruhigen Sie sich, ich hatte ja ausdrücklich geschrieben, "wenn ich bösartig wäre..", Satire eben. Im richtigen Leben bin ich ein friedfertiger Mensch. Alles klar? Einen schönen Feiertag noch.
Ok, da war dann wohl mein Ironiedetektor im Weihnachtsurlaub. Ihnen auch schöne Restweihnachten.
09:45
"Aber dem Ordnungsamt könnte die Erhöhung neben dem Plus in der Kasse Kostendeckung bringen."
Das nenne ich investigativen Journalismus. :)
09:38
Ich bin der Meinung, das jedes Fahrzeug, das widerrechtlich und andere Verkehrsteilnehmer behindert, abgestellt ist. Sofort abgeschleppt gehört und je nach schwere gleich vernichtet wird. Denn anders können oder wollen es ja die die Falschparker nicht lernen.
Des weiteren soll nicht mehr der Verursacher, sondern der/die Eigentümer/in, bei unklarer Situation, dafür haften und die Kosten tragen.
09:33
einfach ordentlich parken. Soviel subversiver Widerstand muss sein.
14:35
es haben mal wieder einige nicht verstanden, dass nicht die stadt mehr kassieren will, sondern sich die allgemein gültigen sätze im bussgeldkatalog erhöhen. wer falsch parkt muss sich nicht wundern. wer sich an die regeln hält zahlt wie früher NICHTS. wer spekuliert, dass 5 euro günstiger sind als parken, spielt roulette und kann gewinnen oder verlieren...die bussgelder sollen nicht die löcher stopfen, sondern sanktionieren verkehrsverstösse. ohne heftige sanktion würde jeder parken wie er will.
15:41
Müßige Diskussion! Es wird niemand gezwungen, sich irgendwo hinzustellen, wo es ein entsprechendes Schild verbietet!
Wenn ich es trotzdem mache, rechne ich mit einer Knolle und freue mich, wenn ich keine bekomme!
Genau meine Meinung. Schade nur, dass nicht mehr Personal vorhanden ist, und in den Aussenbezirken mehr kontrolliert wird. Selbst da, wo das Parken am Straßenrand erlaubt ist, werden die Autos halb auf den Bürgersteig gestellt. Ich rede schon lange von einer Straßenverkehrsunordnung.
10:06
Ach..seinerzeit als ich Jung war,habe ich so manchen Aussenspiegel "mitgenommen" wenn ein Fahradweg zugeparkt war. Und auf Bürgersteigen ist es mir auch ab und an "passiert" das ich mit dem Kinderwagen "rein zufällig" einen abrasiert hab. Wer sich Verbotswiedrig hinstellt muß mit solchen Lappalien schon mal rechnen.
@Applebeach4Ever: Sie geben hier öffentlich eine vorsätzliche Sachbeschädigung zu und halten dies auch noch für gerechtfertigt. Armes Deutschland!
Der inflationäre Verwendung des Begriffes "Armes Deutschland" wird ab sofort unter Androhung empfindlicher Strafen verboten.
Der=Die
jmayer...na und ? Das sind Geschichten die 13 bzw über 28 Jahre her sind ;-)
Heutzutage kann man einen Seitenspiegel ja gar nicht so "mitnehmen". Da entsteht dann ernstzunehmender Schaden am Auto.
Regelverletzung als Antwort auf Regelverletzung ergibt ein unentschieden.
23:07
Wenn man mit der Rücksichtslosigkeit mancher Menschen leben muss, die sämtliche Bürgersteige, Fußgängerüberwege et cetera zuparken, nur um möglichst schnell und unkompliziert die Innenstadt zu erreichen, kriegt man ein doch eine etwas andere Sichtweise zu Bußgeldern. P+R und ÖPNV scheinen aber für Gewisse Kreise nicht gut genug, so dass sie oft bewusst ihre Mitmenschen durch ihr Parkverhalten nötigen auf die Fahrbahn auszuweichen und damit sinnlosen Gefahren aussetzen.
19:44
Da ist die Katze - mal wieder - aus dem Sack. Nicht Verkehrserziehung sondern plumpes Abkassieren zur Sanierung der maroden Stadtkasse ist hier das erklärte Ziel. Aber - was werden verdoppelte Verwarn- und Bussgelder für Falschparker angesichts eines Schuldenstandes der Stadt Dortmund von 2,2 Milliarden Euro bewirken? Eben - nicht sehr viel!
Ach Stronzo... mal wieder zu viel Zeit um alles, aber auch alles zu kommentieren.
Verkehrserziehung. Gute Idee. Zum Bußgeld ab 50€ auch noch nen Achtstundentag nehmen ;)
fahrstunde Drecks autokorrektur