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Pädagogisches Klettern

"Klettermax"-Chef will Seilgarten am Westfalenstadion

31.08.2012 | 22:00 Uhr
"Klettermax"-Chef will Seilgarten am Westfalenstadion
Michael Vorwerg, ehemaliger Inhaber des Klettermax, hat einen Kletterparcours an der Körnighalle eingerichtet.Foto: Franz Luthe

Dortmund.   Vor drei Jahren schloss der „Klettermax“ in der ehemaligen Stifts-Brauerei in Hörde. Betreiber Michael Vorwerg will nun den Neuanfang: An der Körnighalle, nahe dem Westfalenstadion, hat er einen Seilgarten aufgebaut.

Die Kletterhalle ist tot. Es lebe der Seilgarten. 15 Jahre lang hat „Klettermax“ Michael Vorwerg die erste Kletterhalle in der ehemaligen Stifts-Brauerei in Hörde betrieben, bis sie 2009 schließen musste. Jetzt wagt der Bergsteiger einen Neuanfang und hat einen Seilgarten an der Körnighalle aufgebaut.

Die Kletteraffen im Zoo würden neidisch, wenn sie den Hangel- und Kraxel-Parcours in einem Grünstreifen an der Leichtathletikhalle sehen könnten. Hier will Michael Vorwerg seinen Traum vom pädagogischen Klettern verwirklichen. Ein gutes Dutzend dicker Bäume ist mit allem Zubehör ausgerüstet, was die Herzen von Erlebnispädagogen höher schlagen lässt: Ummantelte Drahtseile, Strickleitern, Äste an Reepschnüren und Griffe an Stämmen.

Viele Spielformen

Das pädagogische Klettern kennt viele Spielformen. Vorwerg wirkt zufrieden: „Das ist genau das, was ich schon immer machen wollte“, behauptet der 55-Jährige, dessen Diplomarbeit einst den Titel trug: „Soziales Lernen beim Wandern und Klettern.“ Der Bedarf sei groß.

Er habe viele Anfragen von Jugendgruppen und Schulklassen, die in dem kleinen Wäldchen an der Sporthalle ein Team bilden und die Persönlichkeit jedes einzelnen schulen wollen. Auch mit dem Jugendamt arbeite er zusammen.

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Eine zehn Meter breite und 14 Meter hohe Wand in der Körnighalle wäre ideal für Indoor-Klettern. Pläne sind bereits fertig. Vorwerg sucht einen Mitinvestor, der mit einem fünfstelligen Geldbetrag den nächsten Ausbau-Schritt mitgeht. Auch Gruppen von Kindern und Jugendlichen, die sich mal in neuer Umgebung austoben wollen, können den Verein kontaktieren unter info@kletter-max.de

Mit einem Team von befreundeten Kletterern hat er die Buchen und Birken, Eschen und Pappeln so ausgerüstet, dass dem Spaß in einiger Höhe nichts mehr im Wege steht. Gut gesichert ist es für jeden jungen Anwärter doch mal eine ganz neue Erfahrung, die eigene Höhenangst zu überwinden und Vertrauen in das eigene Können, aber auch in die Tipps der Freunde zu gewinnen.

TÜV-Prüfung steht jetzt noch an

„Jeder Baum ist vom Baumpfleger geprüft, die Baugenehmigung liegt vor und eine abschließende TÜV-Prüfung steht jetzt noch an. Den Standort an der Leichtathletikhalle hält der Kletterpädagoge für ideal. So können die Sanitäreinrichtungen genutzt werden. Und bei der Abstimmung mit der Hallenleitung gebe es keine Probleme, weil er sich mit seinem Verein „Klettermax e.V.“ an die Nutzungen der Leichtathleten anpasse.

Die Stadt habe ihm im letzten Jahr auch angeboten, einen Teil der Sporthalle für reinen Kletterbetrieb zu nutzen. Da habe er noch gezögert. Jetzt scheint Vorwerg gerne zugreifen zu wollen, zumal die Lagerkosten für die vorhandenen Wandteile aus der alten Kletterhalle ihn ganz schön belasten.

Das würde dem Verein auch mehr Wetterunabhängigkeit und Trainingsmöglichkeiten im Winter bieten. Ob’s klappt?

Gerald Nill



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