Klage gegen Ausbaupläne Rothe Erde
06.02.2009 | 20:33 Uhr 2009-02-06T20:33:01+0100"Ernsthaft redet niemand mit uns, alle halten uns nur hin", erklärt Rainer Bomke, Sprecher der Bürgerinitiative Dortmund-West. ...
... Nun hat er Klage gegen den letzten Genehmigungsbescheid der Bezirksregierung Arnsberg zum Aus- und Neubau des Werkes Rothe Erde an der Tremoniastraße eingereicht. Man habe sich lange Zeit ruhig verhalten, habe sich an das Stillschweigeabkommen gehalten, auf das man sich im Konsultationskreis geeinigt hätte. Nachdem aber die SPD nach vorne geprescht sei und erklärt habe, dass alle Probleme gelöst worden wären, wende man sich nun - auch mit Aktionen - wieder an die Öffentlichkeit, sagte Bomke.
Es sei schon erstaunlich, "mit welcher Arroganz und Ignoranz uns die Verantwortlichen des Werkes begegnen", so Rainer Bomke. Wie viele andere Anwohner habe er nichts gegen das Werk gehabt. Doch die letzten Vorkommnisse hätten das Fass zum Überlaufen gebracht. Deshalb auch die Klage als letztes Mittel gegen den Bescheid aus Arnsberg. "Mittlerweile wäre ich wie andere froh, wenn wir das Werk ganz plattmachen könnten."
Anstatt gegenseitig - wie vereinbart - Rücksicht zu nehmen, sei die Lärmbelästigung nachts angestiegen. Ein- bis zweimal nachts schnellten die Werte auf 100 Dezibel hoch, Stahlrollen knallten auf den Boden, was die Anwohner zusätzlich aus dem Schlaf reißen würde. "Ein Jahr Gespräche, nichts hat sich getan", empört sich Jörg Finke-Staubach von der BI.
Als der starke Schneefall eingesetzt habe, hätte das Unternehmen nach Mitternacht mit schwerem Gerät den Parkplatz vom Schnee geräumt. Zudem hielte sich das Unternehmen noch nicht einmal an die Straßenreinigungszeiten, räumte sogar vor 6 Uhr morgens.
Nach Beschwerden passiere nichts. "Wir fühlen uns auch von der Stadt allein gelassen", so Bomke, vor allem was die Verkehrsplanung rund um das Werk angehe. Immer wieder komme es zu gefährlichen Situationen für Eltern und Kinder durch die zahlreichen Lastwagen, egal ob auf der Kuithanstraße, dem Neuen Graben oder auch der Lange Straße. "Jeder, der es sich leisten kann, wird früher oder später hier wegziehen", sagt Hartmut Koch von der BI.
21:31
Entschuldigen Sie Herr Veit das ich persönlich werde, doch Ihre Aussagen sind unüberlegt, einfältig und auf einem Niveau welches ich sonst nur bei RTL antreffe, also eher, verzeihen Sie, wie eine offene Hose.
1.
Unterschicht, Mittelschicht, Oberschicht... die Rechte und Pflichten sind bei allen gleich, daher sollte man das Ganze anhand der gegebenen Sachverhalte objektiv betrachten, und nicht polemisch.
Diese sind offen ersichtlich und Pro Anwohner.
2.
Relativ Preiswert ist seltsam formuliert, Herr Veit. Ein Kaufpreis jenseits der 200.000€ für die am Tremoniapark entstandenen Objekte ist anders zu betiteln und momentan eher defizitär. Auch ohne eine Werkserweiterung.
3.
... an Wert gewinnen:
Den Wertgewinn oder Verlust wird bei diesen Häusern erst die nächste Generation erfahren.
Fast alle Häuser einer solchen Siedlung werden nicht zum Kapitalertrag, sonder zwecks Wohnqualität und Alterabsicherung erworben.
4.
Ruhe definiert sich auch unterschiedlich.
Wo kommen wir da hin, wenn alle so argumentieren wie Sie?
Wenn Ihnen meine Musik zu laut ist, ziehen Sie doch aus. Ich war vorher da...
Ich hoffe in Ihrer Nachbarschaft entwickelt sich ein lauter Lebenstil.
Der BI von aus hier viel Erfolg!
19:05
Das ist mal wieder typisch,die deutsche Mittelschicht macht sich die Welt wie es ihr gefällt!
Erst wird relativ preiswert gebaut,mit der Hoffnung daß das Kapitel Industrie in Dortmund bald erledigt hat und dann die innenstadtnahen Häuser an Wert gewinnen,dann wird geklagt weil sich diese Erwartung nicht erfüllt.
Wer seine Ruhe haben möchte kann ja ins Münsterland ziehen.
Ich wünsche den Klagevertretern der Firma Thyssen viel Erfolg.
11:57
Den größten Skandal finde ich, dass das Werk einen eigenen Bahnanschluss hat, diesen aber angeblich aus Kostengründen nicht nutzt. Früher ging der ganze Schwerlastverkehr durch den Norden direkt auf die A2, aber da dort zu hohe Feinstaubwerte gemessen worden sind, schickt man nun die ganzen LKW mitten durch die Umweltzone (harhar), durchs Wohngebiet, direkt am Kindergarten entlang (wann sehen wir das erste überfahrene Kind?) und oft genug auch mit deutlich mehr als den vorgeschriebenen 30 km/h entlang an den ganzen Schulen der Kreuzstraße. Wenn das Werk wie geplant bald nochmal 50% mehr Kapazität hat, wohnen wir statt wie vor noch wenigen Jahren in einem ruhigen Wohngebiet, nun inmitten einer Schwerlastzone.
Statt die Augenwischerei mit der Verschiebung der Feinstaubbelastung in die Umweltzone zu betreiben, sollte die Stadt Dortmund besser darauf bestehen, dass der Bahnanschluss anstelle des Schwerlastverkehrs genutzt wird.