Kita-Streik geht nach Pfingsten weiter

Der Streik in den städtischen Kitas und Jugendeinrichtungen geht auch in der Woche nach Pfingsten weiter. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Streikkonferenz der Gewerkschaft Verdi. In Dortmund ist sich die Gewerkschaft Verdi mit der Stadt auch schon über eine Verlängerung der Notdienst-Vereinbarung einig.

Dortmund.. Auch in Dortmund geht der Streik der Erzieherinnen und Sozialarbeiter nach Pfingsten in die dritte Woche, kündigte Verdi-Sekretär Martin Steinmetz auf Anfrage unserer Redaktion an.

Bereits am Mittwochnachmittag verständigten sich die Verdi-Vertreter mit dem Jugendamt und Kita-Betreiber Fabido auf eine Verlängerung der Notdienst-Vereinbarung. Ab Dienstag soll es Notgruppen in sieben statt sechs Einrichtungen geben, kündigte Steinmetz an. Damit reagiert man auf Probleme von Eltern, die bestehenden Not-Kitas zu erreichen.

Weiter 140 Not-Pätze

Es bleibt aber bei der Gesamtzahl von 140 Not-Plätzen. Die waren in den letzten Tagen aus unterschiedlichen Gründen nicht voll ausgelastet. Die Stadt sprach zuletzt von einer Auslastungsquote von 90 Prozent. Über die Berücksichtigung eines weiteren Vororts und Änderungen bei den Vergabe-Modalitäten wolle man erreichen, dass die Plätze möglichst komplett genutzt werden.

Den Schwarzen Peter für die Verlängerung des Arbeitskampfes gab Steinmetz an die kommunalen Arbeitgeber weiter, die weiterhin kein Angebot für eine bessere tarifliche Eingruppierung von Mitarbeitern im Sozial- und Erziehungsdienst vorgelegt hätten. "Die Folgen für Eltern und Kinder sind durch die Arbeitgeber zu vertreten, nicht durch uns", sagte der Verdi-Sekretär.

Für den Mittwochabend hatte die Gewerkschaft Eltern zu einer weiteren Versammlung eingeladen, um über die Fortsetzung des Streiks zu informieren, zu der allerdings gerade einmal zwei Dutzend Interessierte kamen. Die Stimmung schwankte zwischen Unmut über die Fortsetzung des Streiks durch die Erzieherinnen und Erzieher und der Frage, wie Eltern durch Proteste Druck auf die Arbeitgeberseite ausüben können. Steinmetz bot dafür die Unterstützung der Gewerkschaft Verdi an.