Kita-Notplätze für nächste Woche schon ausgebucht

Viele Eltern, die wegen des andauernden Streiks in den städtischen Kitas auf einen Notbetreuungs-Platz für ihre Kinder hoffen, werden wohl leer ausgehen. Alle 140 Not-Plätze in sechs Fabido-Einrichtungen sind für die kommende Woche bereits ausgebucht. Für die Eltern gibt's aber noch ein Fünkchen Hoffnung.

Dortmund.. Die Hoffnung, eventuell doch noch einen Not-Betreuungsplatz zu ergattern gründet sich auf die Erfahrung der letzten zwei Wochen. Denn da zeigte sich, dass letztlich doch nicht alle Eltern den zugesagten Platz wahrnehmen. In diesem Fall haben Nachrücker eine Chance.

Spezielle Telefonnummer

"Wichtig ist, dass sich Eltern, die den reservierten Platz doch nicht in Anspruch nehmen, melden", erklärt Stadtsprecher Michael Meinders. Dazu wurde eine spezielle Telefonnummer bei Fabido eingerichtet.

Stadt und Gewerkschaft Verdi haben die Notdienstvereinbarungüber Pfingsten hinaus verlängert. Es bleibt bei 140 Plätzen in sechs Einrichtungen. Die Verteilung der Plätze auf sieben Einrichtungen, wie von Verdi-Sekretär Martin Steinmetz am Mittwoch verkündet, ist kein Thema mehr.

Dass die Zahl der Plätze auf 140 begrenzt bleibt, hat auch mit dem Umstand zu tun, dass die Gewerkschaft Verdi darauf besteht, nur gewerkschaftlich organisierte Erzieherinnen in den Notdienst-Gruppen arbeiten zu lassen. Die 50 nicht organisierten Fabido-Erzieherinnen, die sich nicht am Arbeitskampf beteiligen, sieht Verdi als Streikbrecherinnen an.

Notdienst-Vereinbarung mit Verdi

"Wir werden keine Erzieherinnen, die nicht gewerkschaftlich organisiert sind, in den Notgruppen akzeptieren", sagte Martin Steinmetz. Die Stadt wiederum will die Notdienst-Vereinbarung mit Verdi nicht durch den Einsatz der 50 nicht streikenden Erzieherinnen gefährden, wie Michael Meinders erklärt. Die betroffenen Erzieherinnen würden für andere Aufgaben im Jugendamt eingesetzt.