Kinder nutzen Gleise als Abenteuerspielplatz
19.05.2010 | 10:05 Uhr 2010-05-19T10:05:00+0200
Dortmund. Spielende Kinder auf den Gleisen am Bahnhof in Scharnhorst sorgten Dienstagnachmittag für einen Polizeieinsatz. Die Kinder wurden durch den Fahrdienstleiter des Bahnhofs entdeckt, als sie mehrfach die Betriebsgleise überquerten. Züge mussten umgeleitet werden, es gab etliche Verspätungen
Der Bahn-Mitarbeiter alarmierte sofort die Leitstelle der Bundespolizei in Dortmund und ließ die Gleise sperren. Die eingesetzten Streifen trafen vier Jungen im Alter von 11 bis 13 Jahren, auf der Bahnsteigkante sitzend und mit den Füßen im Gleis baumelnd, an. Die Kinder wurden durch die Beamten in Gewahrsam genommen und nach einer eingehenden Belehrung über die Gefahren des Bahnbetriebes den Erziehungsberechtigten übergeben.
Durch die Sperrung der Gleise von 18.39 bis 19 Uhr kamen elf Züge auf eine Verspätung von insgesamt 116 Minuten. Vier Züge mussten den Bahnhof Dortmund-Scharnhorst umfahren.
Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang nachdrücklich auf die Gefahren im Bahnbereich hin. Das Betreten der Bahngleise ist lebensgefährlich. Die modernen Züge sind schneller und leiser geworden, man hört die Züge erst sehr spät. Die Züge haben bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h einen Bremsweg von ca. einem Kilometer. Beim Aufenthalt im Gleisbereich bringen die Personen nicht nur sich selbst in Lebensgefahr, sondern durch die eingeleitete Schnellbremsung können auch Reisende im Zug erheblich verletzt werden.
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