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Kinder ernst nehmen

23.12.2007 | 18:38 Uhr

Die Falken fordern Politik und Gesellschaft auf, die Kinderrechtskonvention so umfassend zu verstehen wie sie gemeint ist.

Jugendliche werden von der Polizei vertrieben, Vernachlässigung von Kindern, Zunahme von Kinderarmut - täglich werden auch in Dortmund Kinderrechte missachtet. "Kinderrechte sind mehr als Schutz vor Misshandlung und Gewalt", betonen die Falken. Die UN-Kinderrechtskonvention mache Kinder und Jugendliche zu eigenständigen Persönlichkeiten mit Schutzrechten, aber auch mit Recht auf Entwicklung und Partizipation. "In der Debatte um die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz taucht aber die Frage der Beteiligung gar nicht auf", so Nicole Hill, Projektleiterin der Kampagne "Laut werden für Kinderrechte".

"Kinder stark machen, das heißt auch, ihre Kompetenzen und ihre Persönlichkeit zu stärken. Das ist ein guter Schutz gegen Diskriminierung, Mobbing und Misshandlung", so Hill. Die Neuerung an der 1989 beschlossenen UN-Kinderrechtskonvention war der Aspekt, Kinder an allen sie betreffenden Fragen zu beteiligen.

"Bereits 1999 hat der Rat für Dortmund beschlossen, dass Beteiligung von Kindern und Jugendlichen nicht nur Aufgabe des Jugendamtes ist", erläutert Thomas Oppermann, Vorsitzender der Dortmunder Falken. Kinder ernst zu nehmen, ist ein Auftrag an Kindergärten, Schulen und Freizeit-Einrichtungen genauso wie an Familien. "Es reicht einfach nicht aus, Kinder an der Neugestaltung von Spielplätzen zu beteiligen." (alex)

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