Das aktuelle Wetter Dortmund 11°C
Dortmund

Keine Welle mehr ums Wellenpflaster

14.11.2007 | 20:59 Uhr

...und am Ende ging's ganz schnell: Nach wochenlangem Hin und Her um das ideale Pflaster für den Boulevard Kampstraße/Brüderweg fiel die Entscheidung gestern binnen Minuten. Einen hellen Sandsteinbelag soll der Straßenzug künftig erhalten. ...

... Den gleichen wie an Beten-/ und Brauhausstraße. Damit hat die Politik im Ausschuss für Stadtentwicklung den Schlussstrich gezogen unter ein scheinbar endloses Hickhack. Einer dürfte nach dem gestrigen Beschluss besonders bittere Tränen weinen: Sollte sich der Düsseldorfer Architekt Prof. Niklas Fritschi, geistiger Vater des Boulevard-Entwurfs, trotz allem ein Fünkchen Hoffnung bewahrt haben, doch noch mit seinem toscanaroten Wellenpflaster zum Zuge zu kommen: aus und vorbei.

Schon der Gestaltungsbeirat und auch Planungsdezernent Ullrich Sierau hatten ihre Probleme mit dem Wellenpflaster - erst recht die Bürger, die wochenlang Musterflächen an der Reinoldikirche begutachten konnten. Während die Fußgänger mehrheitlich einem gelben Sandstein den Vorzug geben möchten, schlägt die Verwaltung einen hellen Sandstein vor - und hat die Politik hinter sich. Ohne weitere Diskussionen nahmen alle Fraktionen das Zuspiel der Planungsverwaltung geschlossen auf. Weil "auf einem hellen Sandstein die Kaugummis weniger stark auffallen" und man "in der City keinen Flickenteppich unterschiedlicher Muster" haben möchte. (CDU-Sprecher Knud Follert).

Sechs Bauabschnitte sind geplant, um den 1,2 Kilometer langen und bis 40 Meter breiten Straßenzug Kampstraße/Brüderweg in den lang ersehnten Boulevard umzubauen. Zwar will sich die Verwaltung flexibel zeigen und die Reihenfolge bei Bedarf variieren. Fest steht aber, dass Mitte 2008 (unmittelbar nach Abschluss der Love Parade) am Westentor begonnen werden soll. Wie berichtet, will die Stadt den Straßenraum vor dem U-Turm komplett neu ordnen - und, zentrale Maßnahme, die Brinkhoffstraße auf den Königswall führen. Da liegt es auf der Hand, sich in einem Atemzug zur Ecke Kathrinenstraße (erster Bauabschnitt) vorzuarbeiten. Von der ursprünglich geplanten Mittelpromenade nach Vorbild der Düsseldorfer Königsallee ist man inzwischen abgerückt: Die Fahrbahnen sollen nun doch in Straßenmitte verlaufen, die Gehwege wie heutzutage entlang der Gebäude angelegt werden. Das Umfeld von Reinoldi- und Petrikirche hebt sich die Verwaltung im letzten Bauabschnitt auf. Wann der sein soll: 2013 bis 2016.

Von Gregor Beushausen

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2081361/create

UMFRAGE

Sollen Stehplätze in Fußballstadien abgeschafft werden?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Layla Zoe in Dortmund
Bildgalerie
Piano
Hitze am Phoenix-See
Bildgalerie
Wetter
Achtung, Dortmund — hier droht Bußgeld!
Bildgalerie
Bußgeld-Katalog
Aus dem Ressort
Zum Geburtstag ein Mammut
Naturkundemuseum
Sie wollen mit Dr. Dr. Elke Möllmann den 100. Geburtstag des Naturkundemuseums feiern? Kein Problem: Kommen Sie am nächsten Sonntag doch einfach vorbei – der Eintritt ist frei. Sie wollen ein Geschenk mitbringen? Dann besorgen Sie schon mal ein paar Meter Geschenkpapier.
Polizei Dortmund sucht Zeugen für Unfallflucht
Polizei
Ein bislang unbekannter Autofahrer hat am Samstagmorgen einen 23-jährigen Fußgänger aus Dortmund angefahren und flüchtete anschließend. Das Unfallopfer wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.