Keine Synagoge am Ostwall
02.03.2010 | 05:01 Uhr 2010-03-02T05:01:00+0100
Dortmund. Feuer und Flamme war die Jüdische Kultusgemeinde, als ihr OB Langemeyer in kleinstem Kreis vorschlug, aus dem Museums-Standort am Ostwall - nach Umzug ins „U”- eine Synagoge zu machen. Inzwischen ist das Interesse an einer Übernahme zumindest mächtig abgekühlt.
Vor fast drei Jahren, im Mai 2007, hatte die Jüdische Kultusgemeinde die Stadt schriftlich wissen lassen, dass sie am Kauf der zentral gelegenen Immobilie interessiert sei - um dort eine neue, größere Synagoge einzurichten. „Aber”, sagte der damalige Geschäftsführer Wolfgang Polak der WAZ damals: „Das muss natürlich alles genau geprüft werden.”
Diese Überlegungen scheinen - nach fast dreijähriger Laufzeit - zu einem negativen Ergebnis gekommen zu sein. Offiziell hat die Kultusgemeinde dem Rathaus zwar noch keine Absage erteilt. Doch: In den letzten Gesprächen mit Vertretern der Stadt ließen hochrangige Repräsentanten der Jüdischen Kultusgemeinde nach Informationen der WAZ keinen Zweifel mehr daran, dass ihr beide Varianten, die sorgfältig geprüft worden waren, zu teuer würden: sowohl der Komplett-Umzug vom alten Standort in der südöstlichen Innenstadt zum Ostwall als auch die Gründung eines zweiten baulichen Standbeins innerhalb des Wallrings.
Die Aussicht, nach der Sprengung der 1900 errichteten Synagoge an der Ecke Hansastraße / Hiltropwall (dort wurde später das Opernhaus gebaut) durch die Nazis 22 Tage vor der Pogromnacht 1933 wieder an den Wallring zurückkehren, hatte einen Großteil des Reizes ausgemacht, den Museumsstandort in den Blick zu nehmen.
Hinzu kam, dass die Synagoge an der Prinz-Friedrich-Karl-Straße - seit 1956 in Betrieb - inzwischen aus allen Nähten platzt. Denn sie war für lediglich 200 Gemeindemitglieder ausgelegt. Durch den Zuzug von Juden aus Ländern der früheren Sowjet-
union sind es mittlerweilen aber etwa 3700 Mitglieder - also beinahe so viele wie vor Beginn der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten.
Die Einschätzung, wonach die Gemeinde jegliches Interesse am Standort Ostwall verloren habe, will Geschäftsführer Alexander Sperling nicht teilen. „Unser Interesse besteht weiterhin. Bloß sind zurzeit die nötigen finanziellen Mittel nicht vorhanden.” Das werde man der Stadt in der nächsten Woche mitteilen.
08:55
@7
Meinen sie Prekariat?!
12:01
@Ralf und Reiner Bender
Na, Ihr seid mir ja wieder die richtigen Gutis! Klar ist Undweg (Poster #1) ein Hirni. Orthografie und Interpunktion lassen auf (geistiges) Präkariat schließen. Aber dass Ihr Euch für Undweg schämt, ist doch lächerlich. Undweg ist dumm, weil er in einer Gesellschaft lebt, in der er nicht gefördert wurde. Sich für ihn zu schämen, heißt letztendlich, sich selbst ******* zu finden.
Was ich an Typen wie Euch nicht mag ist die Tatsache, dass Ihr aus Eurer kulturellen (und wohl auch ökonomischen) Überlegenheit gleich auch eine moralische Überlegenheit ableitet.
Verändert diese Gesellschaft, in dem Ihr den Undwegs in diesem Land wieder eine Chance gebt! Und kriecht doch nicht so den Minderheiten in den *****! Das ist unwürdig.
18:49
zu #1
Dem strrammen Volksgenossen von der geistigen Einfältigkeig fehlt es mächtig an Verstand.
Ich Entschuldige mich als Teil des selbigen Volkskörpers für die üblen Ausdünstungen dieses Volksgenossen aus Teilen des selbigen brauner Färbung.
Meine Nickname sagt dazu alles nötige
15:52
Zutiefst schämen wir uns für den Kommentar Nummer 1. Die hier zum Ausdruck gebrachte Gesinnung ist eine antisemitische und damit menschenverachtende! Ganz im Gegensatz zu dieser ungeheuerlichen Äußerung wünschen wir, dass die jüdische Gemeinde Dortmunds jegliche Unterstützung erhält, damit sie ihr Gemeindeleben lebendig gestalten kann.
Allen Nazis und Antisemiten hingegen sei auch hier unmissverständlich mitgeteilt, dass sie weder in Dortmund noch sonstwo eine Chance haben durften und dürfen!
An die verantwortlichen Redakteure der Zeitung: Bitte sorgen sie dafür, dass Kommentare mit nazistischem und/oder antisemitischem Inhalt nicht veröffentlicht werden und sorgen sie weiterhin dafür, dass der Kommentar 1 sofort gelöscht wird!
15:02
feuer und flamme???? ziemlich geschmacklose formulierung!
13:56
Ich wundere mich schon seit Jahren, ob für die finanziellen Verluste der jüdischen Gemeinde in Dortmund am Platz der alten Synagoge jemals Entschädigungen gezahlt wurden.
Auch wenn ich selbst Atheist bin und der Meinung bin, dass Religion und Staat absolut getrennt sein müssen - an der jüdischen Gemeinde in Dortmund wurden derartige Verbrechen verübt, dass die Stadt gut daran täte das nicht selbstverständliche Aufleben einer jüdischen Gemeinde in Dortmund zu fördern, indem diese für das erlittene Unrecht entschädigt wird.
und an Kommentator Nummer 1: Wer ist denn bitte der Jude?
12:45
@Undweg
Ein Verschenken wäre doch mal ein Anfang. Schließlich haben wir auch die alte, wunderschöne Synagoge abreissen lassen. Was folgte waren noch viel grausamere Dinge....
12:40
Gibt wichtigeres als dieses .
ODer wil man uns damit sagen das die Stadt das Museumsgebäude nun an den Juden verschenkt ?
Oder Wir es in kleinen Raten abgeben ?