Keine heiße Spur nach "XY ungelöst"
11.03.2010 | 17:22 Uhr 2010-03-11T17:22:00+0100
Dortmund. Nach Einschätzung des Bundeskriminalamtes ist unter den Hinweisen, die Mittwoch bei der ZDF-Sendung „XY ungelöst” eingingen, keine heiße Spur auf den Killer, der in der bundesweit einmaligen Serie neun Morde begangen hat.
Neun Morde und immer dieselbe Waffe, darunter auch der Mord an Mehmet Kubasik im April 2006, einem Dortmunder Kioskbetreiber. Die Fahnder der Soko „Ceska” im Bundeskriminalamt (BKA) hatten sich von der Ausstrahlung des Falls in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst” neue Erkenntnisse in dem Fall erhofft. „Wir haben zwar eine zweistellige Anzahl von Hinweisen erhalten”, erklärte Barbara Hübner, Sprecherin des BKA. Doch müssten diese ausgewertet werden. Ein konkreter Hinweis auf die Tatwaffe, ein Motiv oder einen Täter sei nicht darunter.
Seit fast zehn Jahren wird in der sogenannten Döner-Mordserie ermittelt. Die gesuchte Waffe stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit aus einer Lieferung von 24 Pistolen dieses Typs mit Schalldämpfer, die 1993 der tschechische Hersteller Ceska Zbrojovka an den Waffenimporteur Luxik in die Schweiz geliefert hatte. 16 Waffen aus dieser Serie konnten inzwischen ermittelt und als Tatwaffe ausgeschlossen werden. Von den restlichen Waffen fehlt den Ermittlern zufolge bislang jede Spur.
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