Kaum wieder frei, wird auf der A45 im Süden von Dortmund bei Tempo 60 geblitzt
07.02.2012 | 16:12 Uhr 2012-02-07T16:12:00+0100
Dortmund. Seit dem 5. Februar fließt der Verkehr auf der zweieinhalb Wochen vollgesperrten A45 im Dortmunder Süden wieder. Wegen der unebenen Fahrbahn gilt dort aber bis zur neuen Asphaltierung bei wärmerem Wetter Tempo 60. Damit dies eingehalten wird, werden Radarkontrollen in Höhe Johannes-Erbstollen vorbereitet.
Seit Sonntag läuft der Verkehr wieder auf der wegen eines Tagesbruchs zweieinhalb Wochen gesperrten A45 im Dortmunder Süden. Schon tags darauf meldeten Autofahrer sowie auch Internetseiten dort Radaranlagen. Nicht zu Unrecht: Wegen der unebenen Fahrbahn und der damit verbundenen Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h wird künftig auf der Sauerlandlinie in Höhe Johannes-Erbstollen bzw. der Talbrücke Wannebach geblitzt. Am Dienstag, so Dortmunds Polizeisprecher Peter Schulz, waren Beamte vor Ort und nahmen Messungen für mobile Radarkontrollen vermutlich dann in beide Richtungen vor. Wann die Geräte scharf geschaltet werden und ob darauf per Verkehrsschild hingewiesen wird, ist noch offen.
„Da wir wegen des strengen Frostes noch keine richtige Deckschicht auftragen konnten, ist die Fahrbahn dort nach den Verfüllungen der Hohlräume noch uneben und nicht griffig genug, sodass wir auf Tempo 60 drosseln müssen “, erklärt Straßen.NRW-Sprecher Andreas Roth den Hintergrund. Allerdings seien Radarkontrollen Sache der zuständigen Polizei, in diesem Fall jener in Dortmund. „Wir haben damit nichts zu tun“, verweist Markus Nigmann von der Autobahnniederlassung Hamm auf die Behörde. Und fügt mit Blick auf wärmere Zeiten an: „Wir sind aber natürlich daran interessiert, dass wir die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h bald aufheben können. Aber das geht erst, sobald die neue Fahrbahndecke aufgetragen ist.“
Ein Sprecher der Polizei Dortmund verteidigt grundsätzlich solch eine Entscheidung, bei schwierigen Straßenverhältnissen mobile Blitzeinheiten zu entsenden. „Wenn die Fahrbahn nicht 100prozentig in Ordnung ist, kann neben Verkehrsschildern zum Tempolimit auch mit Radarkontrollen eine angemessene Fahrweise erreicht werden, bevor dann womöglich die Unfallstatistik an dieser Stelle explodiert.“
Rückblick auf A2 und OW III a
In einigen Fällen gebe es allerdings durchaus einen Austausch zwischen Straßenmeisterei und Polizei. Beispiel A2. Durch die Häufung vieler Lkw-Unfälle kam es zu Gespräche zwischen der Bezirksregierung in Arnsberg, Polizei und Straßen.NRW zur möglichen Reduzierung des Gefahrenpotenzials. „Es geht in solchen Fällen nicht ums Abkassieren, sondern hat einen ernsten Hintergrund“, so Andreas Roth.
Das lief in Dortmund, so zumindest der Eindruck vieler Bürger, auch schon mal anders. Als es auf der OW III a Straßenschäden gab, wurde erst von 100 auf 80, schließlich auf 60 km/h gedrosselt - und geblitzt. Im Frühjahr 2010 mussten sich die Behörden „Abzocke“ vorwerfen lassen.
Weitere Löcher werden verfüllt
Unterdessen laufen weitere Verfüllungsarbeiten am Rand der A45 . Rund um die Blickstraße bohrt die beauftragte Fachfirma an der Autobahn immer noch Löcher und schließt diese auch in diesen frostigen Zeiten. „Das behindert aber den Verkehr in keinster Weise“, so Markus Nigmann.
Der Straßen.NRW-Sprecher blickt wie die Autofahrer mit gemischten Gefühlen zurück auf die Zeit der Vollsperrung. „Es gab bei uns schon einige Beschwerden“, berichtet Nigmann. „Eine große Anzahl äußerte aber auch trotz vieler Staus bzw. Unannehmlichkeiten Verständnis für die Maßnahmen, die wir ja wegen Gefahr in Verzug anwenden mussten.“ Es sei ein glücklicher Umstand gewesen, dass der Tagesbruch auf einem Mittelstreifen aufgetreten sei, was aber wiederum ein sofortiges Handeln erforderte.
12:42
ja..da sind sie wieder die armen nichtverstehwarumtempobegrenzungsfahrer....
http://www.youtube.com/watch?v=0ZgiVicpZGk
11:35
Wo ist eigentlich das Problem? Die Schilder sind doch deutlich zu lesen; und was sie bedeuten, weiß auch (hoffentlich) jeder. Wer damit überfordert ist, die Geschwindigkeit seines Wagens an die vorgegebene Begrenzung anzupassen, sollte seinen Führerschein besser heute als morgen freiwillig abgeben.
21:42
Was sollen denn all diese dummen kommentare? Es ist doch nachvollziehbar, dass bei strengem frost eine geschwindigkeitstaugliche fahrbahn nur bedingt gelegt werden kann. Und weil das es eben so ist hat man dort ein schild aufgestellt, mit einer geschwindigkeit, die man der fahrbahn zutraut. Es ist übrigens deutschlandweit nicht das einzige schild, das eine geschwindigkeit reglementiert.. Ich sags mal so: Freie fahrt für ein bischen verstand! Alle anderen können ja schneller fahren...
17:09
Richtig so! Einige brausen dort mit dem doppelten des Erlaubten an einem vorbei.
Wer hier meckert, die Stadt bräuchte Geld: Bitte erstmal den Artikel lesen. Danke!
15:55
Soviel dann zu "geblitzt wird nur an Unfallschwerpunkten".
Muss das erst ein Unfallschwerpunkt werden?
@ g.kont,
es ist eine Autobahn die auf eine in der Stadt übliche Geschwindigkeit reduziert wurde. Da dann auch noch zu "filmen" das hat doch etwas von Gängelei!
15:25
Die Stadt scheint tatsaechlich Geld zu brauchen. Ob es jetzt notwendig ist an dieser Stelle zu blitzen ist natuerlich fraglich, aber dann sollen sich die Fahrer halt an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Meine Guete,dieses Gewimmer. Viele Fahrer stellen sich als dermaßen entrechtet hin, das ist ja schon peinlich.
Ich habe gehoert, dass es in Angola, China und dem Syrien morgen zu großen Solidaritaetskundgebungen kommen soll, weil der deutsche Autofahrer unterdrueckt wird...
Dort darf man übrigens schneller fahren!
15:24
Mit diesem Anspruch von "Strassen.NRW" an die Fahrbahndecke sollte das Tiefbauamt einmal durch Dortmund fahren. Dann gäb es maximal Tempo 30.
Die B236n sollte auch einmal mit dem gleichen Maßstab begutachtet werden.
Mal in Lütgendortmund gewesen?
Maximal Schrittempo!
15:21
Ich hoffe nur, dass die LKW-Fahrer rechtzeitig den
Tempomaten ausschalten.
Also? Immer in den Rückspiegel schauen.
bei 60 KMH fällt dieses leicht.
15:16
Die Dumpfbacken-Stadt braucht Geld....das Wohlergehen der Fahrer ist denen Schnuppe.
15:15
Zitat: Durch die Häufung vieler Lkw-Unfälle
Aber bitte doch nicht wegen Überhöhter Geschwindigkeit? Klar schafft nen LKW bisschen mehr als 60, aber das kann doch wirklich nicht die Ursache sein.
Wie wärs mit Abstand, Telefon am Ohr oder Trunkenheit?
ZU #8, dass Sie mit ihrer Reife es geschafft haben, sich bei dieser Seite zu registrieren, ist ja schon fast einen Applaus wert. So stumpfe Kommentare, da fällt einem nichts zu ein