Karte: Hier leben Dortmunds "Eingeborene"

Rund 590.000 Menschen wohnen in Dortmund - knapp jeder zweite von ihnen ist auch in der Stadt geboren. Dabei ist die Verteilung der "Eingeborenen" in der Stadt höchst uneinheitlich. Für unser Daten-Serie "Heimatkunde" haben wir untersucht, in welchen Stadtteilen die Hochburgen der Ur-Dortmunder liegen.

Dortmund.. 43,9 Prozent aller Einwohner der Stadt sind gebürtige Dortmunder. Ihr Anteil an der Bevölkerung der einzelnen Stadtteile ist jedoch höchst unterschiedlich. Es gibt ein deutliches Gefälle zwischen Innenstadt und Außenbezirken: In den Vororten leben bedeutend mehr "Eingeborene" als im Zentrum.

Stellvertretend dafür stehen auch die Quartiere mit den größten und dem kleinsten Anteil an gebürtigen Dortmundern. Während in der City innerhalb des Walls und an dessen Rändern nur etwas mehr als jeder vierte Einwohner (27,9 Prozent) auch in Dortmund geboren wurde, sind 59,2 Prozent aller Deusener Ureinwohner.

Eigenheime gegen Kneipendichte

Diesen Status verdankt der kleine Stadtteil am Kanal (knapp 1850 Einwohner) unter anderem dem Umstand, dass der Ortskern aus einer Siedlung besteht, die Arbeitslose während der Weltwirtschaftskrise in Eigenleistung aufgebaut hat. Dort gibt es fast nur Eigenheime, in denen die Menschen zum Teil über Generationen leben.

Die City hingegen zieht - wie die gesamte Innenstadt - vor allem junge Menschen an, die wegen des Studiums oder der Arbeit von außerhalb nach Dortmund kommen. "Für junge Leute vor der Familiengründung ist das Stadtzentrum generell attraktiver als die Vororte", erklärt Berthold Haermeyer, Leiter des Dortmunder Statistikamts. Dafür gibt es mehrere Gründe: günstige Wohnungen in der passenden Größe, die hohe Dichte an Geschäften, Restaurants und Kneipen, das gut ausgebaute öffentliche Verkehrsnetz. [Wie steht Dortmund beim "Eingeborenen-Anteil" im Bundesvergleich da? Die Antwort gibt es nach der Karte.]

Karte: Wie hoch ist der Anteil der gebürtigen Dortmunder in Ihrem Viertel? Schauen Sie nach!