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Karstadt macht Sparstadt den Namen streitig

09.08.2010 | 20:17 Uhr
Karstadt macht Sparstadt den Namen streitig
Ein Sonderposten-Verkauf und die Billiganbieter Tedi und Kik nutzen das Erdgeschoss und die erste Etage im ehemaligen Karstadt-Technikhaus an der Kampstraße in Dortmund

Dortmund. Aus Karstadt wurde vorübergehend „Sparstadt“. Doch dieser Name ist bereits vor zwei Monaten wieder verschwunden von den Werbeflächen des ehemaligen Karstadt-Technikhauses an der Kampstraße. Dietmar Gibietz hat sein Geschäft nun einfach umetikettiert zum „Sonderverkauf“.

Nachfolgestreit um das ehemalige Technikhaus von Karstadt in Dortmunds Kamsptraße: Unternehmer Dietmar Gibietz hat sein Geschäft von Sparstadt nun einfach umetikettiert zum „Sonderverkauf“. Damit endete ein Rechtsstreit zwischen Gibietz und dem Karstadt-Insolvenzverwalter. In erster Gerichtsinstanz hatte Gibietz mit seiner Argumentation obsiegt, dass er bereist vor fünf Jahren - unbeanstandet - den Namen Sparstadt nutzte. In zweiter Instanz gewann Karstadt mit der Argumentation, dass man massiv als Sparstadt vor der Schließung des Technikhauses geworben habe. 250.000 Euro Strafe wurden angedroht, falls Gibietz weiterhin mit der Sparstadt werben sollte.

„Die Geschäfte mit neuem Namen laufen trotzdem gut“, so der Aktions-Unternehmer. Noch nicht aufgegeben sei der Plan, im Untergeschoss einen Mitnehm-Möbelmarkt einzurichten. Für 13 Monate hatte Gibietz einen Teil des Hauses von der Treveria Assett Management GmbH angemietet, die offenbar noch keinen neuen Mieter für die gesamte Immobilie gefunden hat. In der ersten Etage wurden die Flächen an die Discounter Tedi und Kik untervermietet.

Ob das Geschäft an der Kampstraße mehr als 13 Monate läuft, ist derzeit offen. Unabhängig davon hat der Dortmunder Spezialist für Sonderposten, der auch schon im Berlet und dem ehemaligen Quelle-Technikhaus aktiv war, bereits das nächste Projekt begonnen. „Wir bereiten gerade die Eröffnung eines weiteren Sonderposten-Verkaufs vor, in Hilden im ehemaligen Hertie-Haus“, so Gibietz gegenüber der WAZ.

Klaus Buske

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