Jusos wollen nur noch fünf Dortmunder Stadtbezirke

Eine Reduzierung der Stadtbezirke in Dortrmund kommt wieder auf die politische Tagesordnung. Dafür sorgt ausgerechnet der Politik-Nachwuchs der SPD. Die Jungsozialisten stellen eine entsprechenden Antrag zum Unterbezirksparteitag der SPD am Samstag. Mit einem radikalen Vorschlag.

Dortmund.. Zwölf Stadtbezirke hat die Stadt Dortmund - mehr als die Vorgaben des Landes eigentlich zulassen. Der Rat hatte deshalb schon 2011 eine Reduzierung auf zehn Bezirke beschlossen. Die Stadtbezirke Eving und Scharnhorst sowie Mengede und Huckarde sollten fusionieren.

Die Neuordnung scheiterte allerdings, weil vor allem die SPD mit Erfolg breiten Widerstand gegen das von einer Mehrheit aus CDU, Grünen und FDP/Bürgerliste getragene Vorhaben organisierte. Bei der nötigen zweiten Abstimmung im Rat zur Änderung der Hauptsatzung fehlte genau eine Stimme für die Reform.

Grundsätzlich wollte sich die Politik allerdings weiter Gedanken machen über eine Reform der Stadtbezirke. Das geht den Jusos allerdings zu langsam, wie sie mit ihrem Antrag zum SPD-Parteitag deutlich machen. Eine Reduzierung der Stadtbezirke sei überfällig, stellen sie fest. Schließlich soll eine Neuordnung zur nächsten Kommunalwahl im Jahr 2020 greifen.

Drastischer Schnitt

Um die Diskussion wieder in Gang zu bringen, schlagen die Jusos einen drastischen Schnitt vor. Sie wollen aus zwölf Stadtbezirken fünf machen, mit jeweils rund 120.000 Einwohnern. Ihr Konzept sieht einen Nordbezirk (Eving, Mengede, Scharnhorst), einen Bezirk für die Innenstadt sowie Bezirke für den Süden (Hombruch, Hörde), den Westen (Lütgendortmund, Huckarde mit Dorstfeld) und den Südosten (Brackel, Aplerbeck) vor.

Auf dem Parteitag dürfte die Forderung für hitzige Diskussionen sorgen. Wahrscheinlich ist, dass das Anliegen an eine parteiinterne Kommission überwiesen wird, die sich mit dem Thema Stadtbezirks-Reform befasst.