Jugendliche für beherzten Einsatz bei Unwetter in Dortmund geehrt
13.07.2012 | 18:40 Uhr 2012-07-13T18:40:00+0200
Dortmund. Weil sie beherzt eingriffen, als bei den vergangenen starken Regenfällen ein 67-jähriger Autofahrer mit seinem Auto in ein Meter hohen Fluten stecken blieb, wurden drei Jugendliche von Polizeipräsidenten aus Dortmund geehrt.
Es ist zunächst ein ganz normaler Donnerstag in Dortmund. Janina Menneke ist mit der U-44 Richtung Westfalenhütte unterwegs. Sie will sich in der Stadt mit Freunden treffen. Doch gegen Mittag ziehen am Himmel dunkle Wolken auf. Über Dortmund bleiben sie hängen. Bald regnet es wie aus Eimern. Innerhalb kürzester Zeit stehen Keller und Straßen vielerorts unter Wasser. Auch Janinas Bahn kann nicht weiterfahren. Sie wartet noch kurz, steigt dann aber aus.
Kurz vor ihr sind bereits Wilhelm Hellmann und Firas Lidhaem ausgestiegen. Die beiden Jugendlichen versuchen, ihren Weg zu Fuß fortzusetzen. Doch sie kommen nicht weit. In einer Unterführung an der Rheinischen Straße sehen sie einen Wagen. Er steckt im Wasser fest. „Hilfe, Hilfe!“, hören sie jemanden rufen.
Alleine schafft er das nicht
Die Hilferufe kommen von einem Mann. Er hat die Wassermassen unterschätzt, ist trotz des Unwetters in die Unterführung gefahren. Nun kommt sein Mercedes, der so brandneu ist, dass das Verkaufsschild noch in der Fensterscheibe klebt, keinen Zentimeter mehr vorwärts. Bis über die Motorhaube steht das Wasser. Durch die Türen dringt es ins Wageninnere. Öffnen lassen sich die Türen nicht mehr – der Wasserdruck ist zu groß. „Er saß bis zum Bauchnabel im Wasser“, erzählt Janina. „Er hat versucht, aus dem Fenster herauszuklettern“, ergänzt Wilhelm.
Alleine schafft er das nicht. Die drei Jugendlichen sehen den 67-Jährigen in seiner hilflosen Situation. Sie waten durch das Wasser zum Auto, ziehen ihn gemeinsam heraus und bringen ihn in Sicherheit. Später schieben sie auch noch den Wagen aus der Unterführung, schöpfen mit Wasserflaschen das Wasser aus dem Auto.
Glück für die drei Schüler
„Nicht selbstverständlich“, findet das Polizeipräsident Norbert Wesseler . Deshalb lud er die drei 15-Jährigen gestern ins Präsidium ein, um „Danke“ zu sagen und ihren Mut zu loben. „Ihr habt die Situation nicht nur gesehen, sondern dann auch direkt gehandelt.“ Es sei wünschenswert, wenn andere sich an der Zivilcourage der drei Schüler ein Beispiel nehmen. Als kleines Präsent bekommen alle drei ein Polizeihandtuch geschenkt. Janina und Wilhelm kann Wesseler das Handtuch persönlich übergeben. Sie wirken stolz, aber auch sehr schüchtern. Dass ihre Hilfsaktion auf so viel Resonanz stößt, lässt sie ein wenig rot werden. Als sie den Mann in der Notsituation gesehen habe, habe sie „überhaupt nicht nachgedacht“, sagt Janina. Ihre Hilfsaktion hat die drei ungewollt zu kleinen Helden gemacht.
Ein wenig haben die drei Schüler allerdings auch Glück gehabt, dass alles so glimpflich ausgegangen ist. Denn sich selbst in Gefahr zu bringen, um andere zu retten, sollte niemand, wie auch Polizeipräsident Wesseler betont. Trotzdem: „Jeder kann in so eine Situation kommen, wo er Hilfe braucht.“ Gut, wenn dann jemand vor Ort ist und handelt. Der Rentner war nach der ganzen Aufregung jedenfalls offenbar erleichtert – aber auch noch etwas perplex. Janina: „Er kam zu mir, hat sich bedankt und mir zwei Euro in die Hand gedrückt.“
13:22
Ja Respekt an die Jugendlichen, sowas wünscht man sich immer.
Wo ist denn der Braune sumpf abgeblieben?? Überlesen die gekonnt solche Artikel und suchen sich dementsprechend welche aus??
Ah stimmt jetzt gehts denen ja um die Beschneidung :)
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11:44
Schöne Sache,liebe Jugendliche.Hut ab!Zu dem 67 jährigen...ne,ich lass es.Da ist Hopfen und Malz eh verloren.
08:20
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23:23
Danke für diesen Artikel ! So etwas möchte ich gerne öfter lesen können. Den 3 Jugendlichen-Mein Respekt! Versucht so zu bleiben wie ihr seit. Dem "Opfer" möchte ich sagen - ich kann ihre Reaktion gut verstehen und die 2€ sollten hier nicht über b.z.w. unterbewertet werden, Nur wer selbst in dieser Lage war kann sich diesbezüglich ein Urteil erlauben!
21:28
Chapeau !!!
Eigentlich werden in diesem Alter Videos gemacht und bei Youtube hochgeladen.....
Das habt ihr echt super gemacht,könnt stolz auf euch sein
21:22
zwei euro als "dankeschön" von einem, der einen nagelneuen mercedes fährt, für das mutige und hilfsbereite mädchen, ich kann es kaum glauben. er sollte sich schämen!
21:21
Alle Achtung. Der Mercedes-Pilot hat 2 Euro für seine Rettung abgedrückt. Bravo!
20:20
Dem "Bravo" kann ich mich nur anschließen. Das habt ihr wirklich gut gemacht!
20:17
Retten ist das Herausholen eines Menschen aus einer konkreten und unmittelbaren Gefahrensituation für Leben und Gesundheit - hier liegt eher die selbstlose Hilfeleistung für einen offenbar nicht besonders schlauen Autofahrer und sein Kfz vor, die aber trotzdem lobenswert ist. Hätte der Wagen zB im Dortmund-Ems-Kanal gelegen, dann wäre es unzweifelhaft eine "Rettungstat" gewesen.
Wieder mal ein Beitrag voller Ahnungslosigkeit...
Die Unterführung an der Mariannenstr. ist eng und tief genug, um das Wasser bei anhaltendem Starkregen (wie z.B. 2008) auch weit über den Bauchnabel steigen zu lassen, wenn man das Fahrzeug nicht mehr aus eigener Kraft verlassen kann.
Der Wasserstand in der Unterführung lag gerade mal bei ca 1 m an der tiefsten Stelle. Das reicht um die Türen durch den Wasserdruck nicht öffnen zu können, stellt aber bei weitem keine "lebensgefährlche Situation" dar. Es ist schön, dass die 3 Jugendlichen geholfen haben - aber - "Rettung" war das beileibe nicht ......
Sie stellen sich daneben und sagen "Da geht noch was", bevor Sie sich als "Retter" feiern lassen können. Nichts Anderes hab ich von Ihnen erwartet... Die Kids, die hier *gerettet* haben, lachen über Sie.
.... haben Sie auf Ihrer Seite - weil Sie es offenkundig nicht begriffen haben ...... Ecken Sie ansonsten mit Ihrer Begriffsstutziugkeit eigentlich auch an?
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20:04
Bravo ! Und ganz grosse Hochachtung vor den Beiden.