Josefshospital plant Neubau für 6 Millionen Euro
26.03.2010 | 19:27 Uhr 2010-03-26T19:27:00+0100
Dortmund. „Wir wollen Komplettanbieter für Gesundheit im Dortmunder Süden werden”, kündigt Clemens Galuschka, Geschäftsführer der St.-Lukas-Gesellschaft an, zu der das St.-Josefs-Hospital zählt. Ein privater Investor will den spektakulären Neubau für rund 6 Millionen Euro errichten.
„Von A wie Auge bis Z wie Zahnarzt wollen wir verschiedenste Fachrichtungen anbieten und dabei die ambulante und die stationäre Versorgung vernetzen”, kündigt Galuschka an. Das Krankenhaus hat bereits Erfahrung mit dem medizinischen Zentrum I, das vor fünf Jahren errichtet wurde und nach Angaben Galuschkas gut läuft.
»Wir haben eine Rundum-Versorgung im Auge«
Ziel sei es, sowohl wirtschaftlich als auch medizinisch noch effektiver zu werden. Zukunftweisend sei das „Konzept einer räumlich organisierten Kooperation zwischen niedergelassenen Ärzten, Gesundheitsdienstleistern und dem Krankenhaus”, so Galuschka. „Dieser Erfolg bestärkt uns darin, den Bau eines zweiten Medizinischen Zentrums direkt am St.-Josefs-Hospital in Angriff zu nehmen.“
Geplant ist ein Neubau an der Stelle, wo heute noch die Gebäude der Krankenhaus-Verwaltung stehen. Es sollen rund 4000 Quadratmeter Fläche entstehen, die in Teilflächen entsprechend den Bedürfnissen der künftigen Mieter zugeschnitten wird. Startschuss für den Bau ist Ende des Jahres/Anfang nächsten Jahres. Die Eröffnung ist für Anfang 2012 geplant.
Welche Fachrichtungen ziehen ein?
Galuschka nennt als mögliche Fachrichtungen in dem Neubau: Urologie, Orthopädie, Nephrologie, plastische Chirurgie und Kardiologie. „Wir haben eine Rundum-Versorgung im Auge.” Denkbar sei auch, ein gemeinsam genutztes ambulantes OP-Zentrum zu integrieren, das von einem Anästhesisten betrieben und von niedergelassenen und Krankenhausärzten genutzt werden kann.
Durch die räumliche Nähe gebe es weniger Informationsverlust zwischen behandelnden Ärzten. Davon würden die Patienten profitieren, ist der Krankenhaus-Chef überzeugt. Die bauliche Anbindung an das Krankenhaus were gewährleistet. Parallel zum Neubau wird die Parksituation neu organisiert. In direkter Nachbarschaft werden Parkflächen für Patienten und Besucher von Krankenhaus und Arztpraxen eingerichtet. Für Mit-arbeiterparkplätze wird separat gesorgt.
Private Investoren
Betreiber und Vermieter des Medizinischen Zentrums II sind Marc Schulte-Drüfel und Hendrik Schulze-Hesselmann (Paledo-Gruppe, Schwerte). „Intensive Gespräche mit potenziellen Mietern sind geführt“, erklären die Investoren. „Das Interesse ist so groß, dass viele Flächen bereits vergeben sind.“ Architekt Köhler würde sich freuen, wenn der ausgefallene Entwurf mit modernem Dach auch den Geschmack des Gestaltungsbeirats träfe.
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