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JoHo möchte Elisabeth-Klinik kaufen

05.06.2008 | 19:47 Uhr

Seit vier Jahren bemüht sich die St. Johannes-Gesellschaft um die Elisabeth-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Aplerbeck. ...

... Nachdem das Haus an der Marsbruchstraße Insolvenzantrag stellt, kommt wieder Bewegung in die mögliche Zusammenlegung.be "Die Einrichtung ist ein sehr interessantes Mosaiksteinchen zwischen unserer Jugendhilfe St. Elisabeth und der Psychiatrie im Marien-Krankenhaus Hombruch", sagt Geschäftsführer Günter Nierhoff. Zahlreiche Kinder aus der Jugendhilfe seien auch Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Ein Handicap für sein Haus sieht Nierhoff allerdings in der Tatsache, dass der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) das Vorkaufsrecht für das Haus besitzt. "Die Kinderpsychiatrie steht in unmittelbarer Nachbarschaft der Landesklinik auf deren Grundstück."

Zahlungsunfähig wurde der Träger der Elisabeth-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, die E&V-Fachkrankenhäuser GmbH, durch eine "unberechtigte Forderung von einem Abwasserverband in Sachsen-Anhalt in Höhe von 350 000 Euro, die eigentlich an den vorherigen Träger Medica gerichtet werden musste, der 2003 die Einrichtung verkaufte" so Daniel Diehl, Verwaltungsleiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Der Kostenbescheid, der ein Haus in Ostdeutschland betraf, sei erst Jahre später gekommen, was in Dortmund Irritationen ausgelöst habe. Und die Behörde habe mit der Zwangsvollstreckung nicht lange gefackelt, so Diehl. Inzwischen hätten sich die Juristen ausgetauscht. Und die Mai-Gehälter für die 110 Mitarbeiter konnten mit Verzögerung gezahlt werden. "Wir hoffen auf eine schnelle Einigung", so Diehl.

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Kommentare
08.06.2008
19:24
JoHo möchte Elisabeth-Klinik kaufen
von Winner | #2

Unter welchen Bedingungen konfessionelle Einrichtungen Gewinne machen sollte auch mal hinterfragt werden. Einige Gesetze sind bei bei der Kirche einfach nicht gültig. Arbeitnehmerinteressen gehen leider unter. Wehrt euch alle gegen konfessionellen Träger solange sie keine Tarifverträge mit den Gewerkschaften abschließen und sich auf ihr Recht Arbeitnehmer aus Glaubensgründen zu diskriminieren berufen

06.06.2008
08:48
JoHo möchte Elisabeth-Klinik kaufen
von xxl | #1

Das JoHo zeigt, wie es mit der (Teil-)Privatisierung klappen kann. Dort arbeiten ausgeschlafene Leute. Und gleich nebenan stürzt der Tanker Klinikum auf den Grund.

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