Joachim Pohlmann, Ex-OB-Kandidat der CDU Dortmund, drängt in den Rat
03.01.2012 | 18:04 Uhr 2012-01-03T18:04:00+0100
Dortmund. Die CDU-Spitze in Dortmund trägt sich mit dem Gedanken, ihren OB-Kandidaten aus dem Wahljahr 2009, Rechtsanwalt Joachim Pohlmann, für ein Mandat im Stadtparlament ins Rennen zu schicken. Möglicherweise landet Pohlmann sogar auf Platz Eins der CDU-Liste.
In Erwartung der Wiederholungswahl rüsten sich die Parteien für ihr Kandidatentableau. Die eine oder andere Überraschung nicht ausgeschlossen: Die CDU-Spitze trägt sich mit dem Gedanken, ihren OB-Kandidaten aus dem Wahljahr 2009, Rechtsanwalt Joachim Pohlmann , für ein Mandat im Stadtparlament ins Rennen zu schicken.
„Ja, die Option spielt bei uns eine Rolle“, bestätigt CDU-Parteichef Steffen Kanitz entsprechende Überlegungen. Pohlmann selber zeigt sich keineswegs abgeneigt. „Ich würde kandidieren, wenn die CDU das wünscht.“ Er habe frühzeitig wissen lassen, dass er sich auch im Falle einer Niederlage im OB-Wahlkampf nicht ins politische Nirwana zurückziehen, sondern mitarbeiten wolle. „Bei der nächsten turnusmäßigen Ratswahl 2014 wäre ich ohnehin angetreten.“
Gut möglich, dass Pohlmann die Kandidatenliste der CDU sogar anführen und möglicherweise vor Fraktionschef Ulrich Monegel auf Platz eins landen wird. Den hatte 2009 CDU-Fraktionschef Frank Hengstenberg inne, der aber inzwischen als Geschäftsführer zur EDG gewechselt ist und nicht mehr für die Ratswahl kandidiert. Da es sich um eine Wiederholungswahl handelt, müssen die Parteien im Grundsatz mit denselben Kandidaten(listen) antreten wie 2009. „Es gibt aber Ausnahmen“, weiß Peter Spaenhoff, Chef des Wahlamtes: Nachbesetzen können die Parteien, wenn ein Kandidat verstorben oder verzogen ist, wenn er das Parteibuch gewechselt hat oder er schriftlich seinen Verzicht erklärt. Ob die CDU ihr Zugpferd aus dem OB-Wahlkampf 2009 tatsächlich an die Spitze der Reserveliste stellt, lässt Parteichef Kanitz noch offen. „Eine endgültige Lösung haben wir noch nicht.“ 2009 holte die CDU zwei Mandate direkt, die weiteren 26 Ratstickets wurden über die Liste vergeben.
Prüsse oder Jörder für Ullrich Sierau
Auch die SPD, mit 37 Mandaten stärkste Fraktion im Rat, sieht sich gezwungen, Platz eins mit einem neuen Gesicht zu besetzen. 2009 war OB-Kandidat Ullrich Sierau das Aushängeschild der Genossen. Da Sierau seine Wiederholungswahl gegen Pohlmann aus dem OB-Wahlkampf hinter sich hat, muss die SPD beim Parteitag am 25. Februar entscheiden, mit welchem Spitzenpersonal sie in den Wahlkampf ziehen will. Soll Fraktionschef Ernst Prüsse nach ganz oben rücken oder führt Bürgermeisterin Birgit Jörder die Truppen an? Und: Wer ersetzt jene Genossen, die nicht mehr zur Verfügung stehen? Neu zu vergeben ist beispielsweise der Platz von SPD-Vize Nadja Lüders, die in den Landtag gewechselt ist und sich nicht mehr um ein Ratsmandat bewirbt. Für Lüders wird Anke Bohlander (43) gehandelt, Vorstand im Landeselternrat Kita NRW e.V.
Bei den Grünen soll sich auf den vorderen Listenplätzen nichts ändern: Ingrid Reuter auf Platz eins und Ex-OB-Kandidat Mario Krüger (Platz zwei) führen die Grünen auch diesmal in den Wahlkampf. Die Themen sind gesetzt: Während sich die Grünen auf den defizitären Flughafen, auf Sozialpolitik und insbesondere „die Law and order-Politik in der Nordstadt“ (Krüger) nebenbei kaprizieren wollen, will CDU-Chef Kanitz ausdrücklich „keinen Oppositionswahlkampf“ führen. Schließlich habe die CDU in den beiden zurückliegenden Jahren bewiesen, dass sie „Verantwortung übernommen“ habe und in Fragen der Haushaltssanierung und Sicherheitspolitik „Taktgeber“ gewesen sei.
02:23
von Eva-Maria | #2
So
Joachim Pohlmann,
23:25
Wenn Frau Jörder die Hoffnungsträgerin der SPD ist, wie sieht dann das Elend aus?
23:22
Wenn Frau Jörder die Hoffnungsträgerin der SPD ist, wie sieht dann dass das Elend aus?
14:12
Die Aussage, von Herrn Kanitz, CDU Chef der Dortmunder Christdemokraten, " Ausdrücklich keinen Oppositionswahlkampf zu führen" - ist einfach nicht politisch nachvollziehbar.
Frage an den CDU-Chef: Welches Politikverständnis haben - Sie - von einer parlamentarischen Demokratie?
Frage: Warum will die CDU in Dortmund weiter in der Rolle des politischen Steigbügelhalters für di SPS verweilen!
Bei den Sozialdemokraten ergibt sich eine interessante Konstellation:
Die Sozialdemokraten, haben die Chance zu einem Personal/ Generationenwechsel!
Ein personeller Neuanfang könnte ein positiver Wechsel auf die Zukunft werden!
Klare Ansage: Ein Auslaufmodell - politisch - wie Herr
Prüsse, ist kein positives Aushängeschild mehr für die Dortmunder Sozialdemokraten!
Die politischen Fehler und Versäumnisse von Herrn Prüsse, können Aktenordner füllen.
Die personelle Alternative die Dame Jörder zur Spitzenkandidatin auszurufen, ist wie mit einem Wassereimer, einen Fischkutter vor dem Absaufen zu bewahren.
Beide Volksparteien haben das gleiche Problem: Die Personaldecke, das fähige Personal, ist sehr wenig vorhanden.
Egal wie das Ergebnis der Nachwahl ausfällt, die " Große Koalition" wird weiter wursteln"!
Der politische Stillstand, die politische Erosion wird fortbestehen.