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Jim Knopfs Abenteuer auf der Bühne

23.05.2008 | 13:11 Uhr
Jim Knopfs Abenteuer auf der Bühne

Mit dem Kinder-Klassiker „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer” von Michael Ende startet die Naturbühne Hohensyburg in die neue Spielzeit.

Ab dem 1. Juni wird die Dampflok, die „Dicke Emma”, mit den jungen und alten Zuschauern auf Weltreise gehen. Dafür hat das Team um Regisseur Markus Beer bewährte Motive und Literaturstoffe gesucht, entstaubt und aufgefrischt. Es sind die großen Gefühle und ideale der Menschen, die bewegen - im Leben wie auf der Bühne. Den ambitionierten Laiendarstellern geht es da nicht anders. Mit Begeisterung arbeiten sie seit Februar daran, die Geschichte der dicken Emma aus Lummerland, die nach Willen des Inselkönigs ausrangiert werden soll, auf die Bühne zu bringen. Doch die treuen Freunde der Dampflok, der Waisenjunge Jim und Lokomotivführer Lukas, wollen dies verhindern. Gemeinsam brechen sie zu einer großen und abenteuerlichen Reise nach China auf.

Stück als Road-Movie

Beer entwickelt dabei das Stück zu einer Art Road-Movie, in dem der Waisenjunge auf der Suche nach Identität vor allem eins erfährt: Freundschaft und Zuwendung. Er wird zum Teil einer modernen Patchwork-Familie, wo er den väterlichen Freund Lukas zur Seite hat und Frau Waas als Adoptivmutter - Familienwerte, ohne die traditonelle Kernfamilie. Jim Knopf ist hier  übrigens nicht schwarz: „Ideale wie Völkerverständigung lassen sich auch anders deutlich machen, nicht nur durch Hautfarbe”, betont Regisseur Beer.

Abenteuer im Lummerland

Im Mittelpunkt stehen aber die Abenteuer auf der Insel Lummerland geeignet für Kinder ab drei Jahren. Dabei verzichten die Hohensyburger auf die Südsee-Exotik. Für sie steht es mehr als Symbol für die Sehnsucht nach einer Heimat, einem Ort, an dem man zu Hause sein darf. „Und was wäre ein Zuhause ohne Familie und Freunde”, so Beer. Die Geschichte um Mut und Menschlichkeit ist ein für Kinder spannender Stoff mit einem zutiefst humanen Charakter. Denn er vermittelt Zusammenhalt und Kooperation, gelebten Respekt und Toleranz.  „Hand in Hand in Lummerland”, eine Textzeile aus einem der von Christian Claas eigens komponierten Lieder, steht dabei für die Philosophie dieser kleinen Insel und seiner symphatischen Bewohner.

„Jim Knopf” hat am 1. Juni Premiere. Weitere Vorführungen am 8., 15., 22. und 29. Juni, 6., 13., 20., und 27. Juni, 3., 10., 17., 23. und 31. August sowie 7. und 14. September - jeweils um 16 Uhr. Die Schulvorstellung findet am 19. Juni um 11 Uhr statt. Karten kosten zwischen 5 und 8€. Info und Kartenbestellung unter http://www.naturbuehne.de/ oder  774310, 0172-2411954 oder 0172-2412680.

Alexander Voelkel

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