Jetzt kostet das Knöllchen über 900 Euro
19.02.2010 | 18:24 Uhr 2010-02-19T18:24:14+0100Dortmund. Hätte der Rentner mal lieber gleich das Strafmandat in Höhe von 25 Euro bezahlt. Denn jetzt wird es richtig teuer: Satte 902 Euro kostet allein das Gutachten eines Verkehrsexperten, auf das der uneinsichtige Mann bestand. Dazu kommen noch Gerichtskosten und die Zeugenauslagen.
Alles begann mit einem harmlosen „Knöllchen”, das dem Rentner im Sommer 2008 ins Haus flatterte. Weil er damals auf der Münsterstraße mit 65 statt der dort erlaubten 50 Stundenklilometern geblitzt wurde, waren jene 25 Euro fällig. Doch die wollte der Rentner partout nicht zahlen. Das ganze, ganz klar, sei schließlich ein Irrtum. „Die haben bestimmt das falsche Auto geblitzt. Wir sind nämlich überholt worden”, ereiferte sich der Mann, der ohne Anwalt im Gericht erschien und den schon beim ersten Verfahren nichts und niemand davon abhalten konnte, einen Sachverständigen zu beauftragen.
Genaues Gutachten des Verkehrsexperten
Und so legte jener Verkehrsexperte gestern penibel dar, wie er „die Radarmessung bezüglich ihrer Ordnungsmäßigkeit” überprüft hat. Erklärte Aufbau und technische Finessen des Gerätes, ließ auch nicht das kleinste Detail aus. Das Ergebnis passte dem uneinsichtigen Autofahrer allerdings überhaupt nicht: Bestand doch kein Zweifel, dass es sein Wagen war, der auf dem „Foto Nr. 246” zu sehen war. Kommentar des Rentners: „Ich bezweifel das gesamte Gutachten.”
"Papa ist nicht zu schnell gefahren"
Amtsrichtern Dr. Johanna Heusel seufzte. Das Argument des Sohnes – der 42-Jährige saß damals auf dem Beifahrersitz und sagte jetzt als Zeuge aus – konnte sie auch nicht so recht überzeugen: „Papa ist nicht zu schnell gefahren. Das geht überhaupt nicht. Wir hatten meinen Hund mit im Auto, und der muss immer brechen, wenn man zu schnell fährt.” Im übrigen: „Mein Vater nimmt immer Rücksicht, wenn Tiere im Auto sind.” An jenem Tag war man auf dem Rückweg vom Tierarzt. Was, ganz am Rande bemerkt, dazu führte, dass die Prozessteilnehmer jetzt ziemlich genau die Krankengeschichte des Vierbeiners kennen...
23:21
Schade..ich dachte das zu schnelle fahren kostet jetzt 900 Euro....Wär doch toll: 15 Km/h zu schnell gleich 900 Euro Strafe + 5 Punkte. Besoffen Führerschein auf Lebzeit weg- besoffen Unfall oder zu schnell mit Unfall und Verletzten / Toten = 20000 Euro Strafe,Führerschein auf Lebenszeit weg + Knast wie ein Mörder.
So rallen die ganzen Heizer und 0,5 Promille sind ja nicht schlimm Idioten es villeicht mal es zu lassen.
17:16
Am dümmsten sind die Autofahrer die sich nicht an die StVo halten.
13:49
Na und, Richter sind auch nicht besser! Mir hatte ein Richter des Verwaltungsgerichtes Gelsenkirchen (die müßten sich eigendlich mit blödsinnigem Papier auskennen) die Vorfahrt genommen und es hat gescheppert. Der gute Mann wollte die Verwarnung bei der Polizei nicht zahlen da er der Meinung war eine mündliche Verwarnung würde ausreichen. Der Polizist hat aber nicht vor dem Herrn Richter gekniffen und es ist wegen ein paar Euro zur Gerichtsverhandlung gekommen!!! Wer ist jetzt dümmer????
18:51
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18:41
wer meint bildung sei teuer, sieht jetzt das dummheit auch was kostet