Jetzt fordert ABP viel Geld von Envio
29.10.2010 | 21:39 Uhr 2010-10-29T21:39:00+0200
Dortmund.Im Konflikt zwischen der Envio Grundstücks GmbH und der Firma ABP Induction Systems hat sich das Blatt gewendet. „Jetzt fordern wir Geld“, sagt ABP-Geschäftsführer Bernd Bartelheimer. Vermieter Envio, der zu Wochenbeginn noch ausgebliebene Mietzahlungen beklagt und ultimativ eingefordert hatte, erkennt nun offenbar einen Rückzahlungsanspruch von ABP an.
Es geht um eine horrende Nebenkostenabrechnung. Für 2008/2009 soll Envio den Untermieter ABP über Gebühr geschröpft haben. Nach WR-Informationen überschreitet der geforderte – und von ABP auch gezahlte – Betrag den gerechtfertigten um eine sechsstellige Summe, die zwischen 100 000 und 200 000 Euro liegt. „Dieses Geld möchten wir zurück“, sagt ABP-Geschäftsführer Peter Bartelheimer. „Es steht uns zu.“ Zur Erinnerung: Am Montag hatte Envio noch einmal 15 000 Euro Nachschlag auf die Nebenkosten 2008/09 verlangt. Nun habe der Vermieter die Unstimmigkeit eingeräumt und wolle die Unterlagen noch einmal prüfen, hieß es gestern.
Für ABP steht die Rechtslage fest. Das Einbehalten der Kaltmiete für Juli und August sei „sachgerecht“ gewesen, um Envio an den Kosten für die Beseitigung der PCB-Belastungen zu beteiligen. Im Zuge des Giftskandals hat der Industrieofenhersteller rund 500 000 Euro durch Fremdverschulden verloren.
Nächste Woche soll die Sache geregelt werden. Die fristlose Kündigung des Mietvertrages steht zwar noch im Raum, doch ABP wird ihr widersprechen. „Die Begründung ist gegenstandslos. Wir haben keine Zahlungspflicht versäumt. Wir haben viel zu viel gezahlt“, sagt Bartelheimer und kündigt an, die eigenen Forderungen juristisch geltend zu machen.
18:37
Stop stop....die Envio Recyvling ist insolvent, die Envio Grundstücks GmbH nicht. Das erste mal das die Aufsplittung in unzählige Tochtergesellschaften mal wem nützt....
12:19
Von einer unseriösen Firma, die kurz vor der Insolvenz steht, könnt Ihr vieles fordern, aber ihr werdet nichts erhalten!
Alle berechtigten Zahlungen zurückhalten und nichts (kein Geld mehr!) unnötig in die Insolvenzmasse hineinfliessen lassen!