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Jeder zweite Kunde will Festpreis beim Gas

17.06.2012 | 10:00 Uhr
Jeder zweite Kunde will Festpreis beim Gas

Dortmund  200.000 Privatkunden haben vom Dortmunder Gas- und Stromversorger DEW21 Post bekommen. Der Inhalt: neue Verträge. Die DEW bieten für zwei Jahre einen Festpreis, ungefähr jeder zweite Kunde greift zu, denn fallende Preise sind nicht zu erwarten.

Ihre 200.000 Privatkunden hat DEW21 angeschrieben und neue Verträge zugeschickt. In der WR-Redaktion sind vermehrt Fragen verunsicherter Leser zu den neuen Verträgen eingegangen.

Mancher wundert sich, dass überhaupt neue Verträge erforderlich sind. Diese Frage erklärt DEW unter Hinweis auf neue gesetzliche Bestimmungen. Im Sinne von mehr Transparenz in der Energiewirtschaft profitiere der Kunde letztlich von den neuen Bestimmungen.

Preisgarantie bis 2014

Unsicherheiten befallen Kunden zum Angebot einer zweijährigen Preisgarantie. Auf Nachfrage präzisiert DEW dieses Angebot. „Bei der ersten Welle von Neuverträgen vor zwei Jahren haben sich 80.000 Kunden für den Festpreis entschieden“, berichtet Unternehmenssprecherin Gabi Dobovisek. „Jetzt machen wir ein Anschlussangebot auf der Basis der Preise von 2009.“ Für DEW-Kunden sei es nicht das schlechteste Angebot, wenn man bedenke, dass andere Energieversorger ihre Kunden gerade mit satten Aufschlägen ärgern. „Unser Angebot gilt bis Ende Juni“, so Dobovisek. Bis dahin müssen sich die Angeschriebenen entscheiden. Die garantierten Preise gelten dann bis 2014.

Dobovisek versichert, dass die Preisgarantie auch die Netzdurchleitungsgebühren beinhaltet. Lediglich eventuelle Steuererhöhungen und die Umlage aus dem Gesetz für erneuerbare Energien seien davon ausgenommen.

Transparente Rechnung

Ein Bestandteil der Neuverträge ist eine detailliert aufgeschlüsselte Jahresabschlussrechnung. Darin werden Steuern und Netzdurchleitungsgebühren jeweils separat aufgelistet sein.

Dass es Unsicherheiten gibt zu den Neuverträgen und dem garantierten Festpreis gibt, hat auch DEW festgestellt. Dort sind inzwischen schon über 2000 Nachfragen im Callcenter eingetroffen. Nicht jede Kundenanfrage kann dort nach WR-Informationen zufriedenstellend geklärt werden.

Gerald Nill

Kommentare
17.06.2012
18:56
Jeder zweite Kunde will Festpreis beim Gas
von silera | #3

Das Ganze erinnert an Kundenfang und Bindung.Was ist nach 2014 ? Dann werden die Preise so angehoben das die ursprüngliche jährliche Erhöhung mit eingepreißt wird.Dann werden wieder 2 Jahresverträge angeboten mit einer kleinen Erhöhung wegen der Garantie
und schon verdienen die Versorger wieder mehr. Außerdem gilt diese Preisgarantie nur bei gleichbleibenden Steuern und Durchleitungsgebühren.Wenn wieder mal ein schlaues Gericht beschließt die gezahlten Durchleitungsgebühren als zu niedrig anzusehen, zahlt der Kunde wieder mehr.

17.06.2012
14:49
"denn fallende Preise sind nicht zu erwarten"
von nachdenken | #2

Warum eigentlich nicht?
Es wird doch von einigen Verbraucherzentralen gesagt, dass an der Leipziger Börse die Energiepreise stark gefallen sind, da unerwartet viele Menschen erneuerbare Energie erzeugen.
Da liegt es doch "nur" am Netzausbau.
Und der sollte eigentlich schon längst eingepreist sein, denn die Energiewende kam ja nun nicht so schnell wie dargestellt erst seit Fukushima, sondern war ja schon mit der Rot-Grünen Regierung Gesetz - genug Zeit für die Großkonzerne, sich entsprechend zu positionieren und den Netzanbau voran zu treiben...
Es ist eigentlich nicht einsehbar, dass immer mehr und mehr vom Verbraucher gezahlt wird, obwohl die Erzeugerpreise sinken...
Die goldenen Armaturen in der Chefetage vonr RWE (bei dem ja die meisten Kommunen im Ruhrgebiet Anteilseigner sind mit rund 30%) könnten ja versilbert und Gehälter auf ein normales Maß zurückgefahren werden.

17.06.2012
14:48
Es fehlt der Hinweis "Anzeige"!
von AxelHumpel | #1

Scheinbar wird einem hier wieder einmal Werbung als redaktioneller Beitrag verkauft...

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2012-06-17 10:00
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