"Je suis Charlie" - Dortmund gedenkt der Anschlagsopfer

Auf den "fliegenden Bildern" des Dortmunder U läuft eine Solidaritätsbotschaft mit den Opfern des Pariser Terroranschlags.
Auf den "fliegenden Bildern" des Dortmunder U läuft eine Solidaritätsbotschaft mit den Opfern des Pariser Terroranschlags.
Foto: Dieter Menne
Was wir bereits wissen
Solidarität mit Terror-Opfern. Nach dem Anschlag auf das Satiremagazin in Paris zeigt der Dortmunder U-Turm am Donnerstag die Worte "Je suis Charlie".

Dortmund.. Solidarität mit "Charlie Hebdo". Nach dem Anschlag auf das Satiremagazin in Paris zeigt der U-Turm am Donnerstag die Worte "Je suis Charlie" in den fliegenden Bildern. Die Auslandsgesellschaft hat eine Kondolenztafel aufgestellt, um der Opfer zu gedenken. Bei dem Attentat waren am Mittwoch zwölf Menschen getötet worden.

Auf der Bilderuhr des U-Turms steht seit Donnerstagmittag der Schriftzug "Je suis Charlie". "Der U-Turm zeigt sich solidarisch mit Frankreich", sagt Christiane Schäfer-Winkelmann, Geschäftsführerin der Produktionsfirma. Die weithin sichtbaren Bilder werden durchgehend angezeigt, nur zu jeder vollen Stunden erscheinen wie gewohnt die Tauben.

Terror-Anschlag Bis Mitternacht soll der U-Turm ausschließlich das Motiv "Je suis Charlie" senden, so Schäfer-Winkelmann. Der Turm nehme Kontakt auf und äußere sich zu großen Vorkommnissen - nicht nur in Dortmund, sondern auch in der Welt. "Auch wir sind erschüttert von dem Anschlag auf die Demokratie", sagt Christiane Schäfer-Winkelmann. Die "fliegenden Bilder" an den Video-Wänden des Dortmunder U werden immer wieder auch für die Verbreitung politischer Botschaften genutzt. Bei Nazi-Demos läuft dort der Spruch "Ich, der Turm, fand Nazis schon damals voll uncool".

Kondolenztafel bei der Auslandsgesellschaft

"Je suis Charlie" steht auch in der Mitte einer schlichten Kondolenztafel, umrahmt von der französischen Flagge, mit der die Auslandsgesellschaft ihre Solidarität mit den Opfern des Terroranschlags auf das Pariser Satiremagazin "Charlie Hebdo" bekundet.

Bis zum Abschluss der internationalen Woche am 1. Februar (Sonntag) lädt die Kondolenztafel im Foyer der Auslandsgesellschaft an der Steinstraße 48 dazu ein, durch eine Unterschrift Mitgefühl und das gemeinsame Einstehen gegen das Attentat auszudrücken.

Wie ein Schlag ins Gesicht

"Dieser Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit in Europa hat uns als Auslandsgesellschaft wie einen Schlag ins Gesicht getroffen", kommentiert Klaus Wegener, Präsident der Auslandsgesellschaft, an der Seite von Pascale Gauchard als Vertreterin der Deutsch-Französischen Gesellschaft die Morde in den Pariser Redaktionsräumen. Mit der Kondolenztafel rufen sie auf, sich zu wehren und sich von den Terroranschlägen gegen das Satiremagazin nicht einschüchtern zu lassen.