Jana Hartmann lobt das Lauf-Revier Dortmund
22.10.2012 | 18:23 Uhr 2012-10-22T18:23:00+0200
Dortmund. Jana Hartmann ist zurzeit Dortmunds bekannteste Leichtathletin. Im Interview schwärmt die mehrfache Deutsche Meisterin über 800 Meter über Dortmund als Laufstadt und erzählt, welches ihre Lieblings-Laufreviere sind und warum sie Finnenbahnen überhaupt nicht mag.
Wer beim Laufen in Dortmunds Parks und Wäldern die Muße hat, entgegenkommenden Läufern ins Gesicht zu schauen, hat gute Chancen, Dortmunds bekannteste Leichtathletin zu erkennen. Denn obwohl Jana Hartmann normalerweise beim 800-Meter-Lauf ihre Kreise auf der Tartanbahn dreht, trainiert die 31-Jährige mit der Trainingsgruppe von Coach Marcus Hoselmann in der Regel in den selben Laufrevieren, die auch von den zahlreichen Dortmunder Hobby-Läufern bevölkert werden.
Wir haben Jana Hartmann beim Training im Rombergpark besucht, wo sie sich bei Tempoläufen an einer ansteigenden Geraden ziemlich verausgaben musste. Im Interview bewertet Jana Hartmann die Laufstrecken, auf denen sie am häufigsten anzutreffen ist.
Du bist 800-Meter-Läuferin, dennoch sieht man dich oft lange Strecken in Dortmunds Parks laufen. Um die Ausdauer zu stärken?
Jana Hartmann: Ja. Ich mache lange Läufe für die Grundlagenausdauer, aber auch Regenerationsläufe. Wir laufen so zwischen acht und 15 Kilometern.
Was noch?
Jana Hartmann: Schnelle Dauerläufe mit wechselndem Tempo.
Wie schnell läufst du?
Jana Hartmann: Bei einem lockeren Dauerlauf ungefähr 5:15 Minuten (je Kilometer, Anm. d. Red.). Bei schnellen Läufen zwischen 4 und 4:50 Minuten.
Hast du eine Lieblings-Trainingsform?
Jana Hartmann: Was ich total gerne mache, ist 3x400 Meter maximal. Mit langen Pausen, aber man powert sich auch richtig aus. Das ist eher meins.
Und was eher nicht?
Jana Hartmann: 5x1000. Oder eben alles, was Überdistanz ist. Und Bergläufe, die länger sind als 200 Meter sind. Das ist Quälerei.
Apropos Bergläufe: Wo machst du die?
Jana Hartmann: Im Rombergpark. Neben der kleinen Teichrunde gibt es ein paar Berge.
Die reichen?
Jana Hartmann: Ja, das passt gerade so. Da ist so eine lange, ansteigende Gerade, auf der wir trainieren.
Im Rombergpark kann man ja fast alles trainieren…
Jana Hartmann: Ja, dort machen wir 1000er, 2000er, Bergläufe, die kleine Teichrunde. Ich laufe auch gerne auf Phoenix West, aber das ist sehr windanfällig. An der Emscher entlang zum Phoenix See ist es auch schön. Dann der Phoenix See selber, obwohl der auch windanfällig ist. Für Tempoläufe ist der nicht so geeignet. Das sind meine Haupt-Trainingsstätten. Früher war ich auch gerne im Schwerter Wald laufen, weil ich dort in der Nähe gewohnt habe.
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Zum Thema Hunde stelle ich fest, je "einfacher" die Gegend, desto besser sind die Hunde erzogen. Und dort werden Hunde auch an der Leine gehalten. Dadurch ergibt sich dort viel weniger Stress mit den Besitzern, die dann auch mal eher bei ihrem Hund das Fehlverhalten sehen, als beim Läufer. Im Dortmunder Süden wird gerne direkt mit dem Anwalt gedroht, wenn der Jogger sein Bein gewaltsam aus den Kiefern des Golden Retrievers befreien will. Man hat das dekorative Tierchen ja schließlich extra farblich passend zur Inneneinrichtung des Range Rovers gekauft. Vater ist schon damit beschäftigt, tagsüber seine Mitarbeiter zu kontrollieren, Mutter ist überfordert, in den engen Tagesplatt die Ballett-, Klavier- und Aquarellmalereitermine von Lennart-Theodor und Annamaria-Elisabeth unterzubringen. Darum mein Vorschlag: Volksgarten Lüdo, Dorney, Rheinischer Esel. Schöne Gegend, entspannte Leute, entspannte Hunde.