James Last brachte den "Happy Sound" nach Dortmund

Mit seinem Happy Sound hat er in der Westfalenhalle oft für Partystimmung gesorgt. Am 13. Mai 2013 feierten 3700 Besucher die Legende James Last zum letzten Mal in Dortmund. Der Bandleader starb jetzt im Alter von 86 Jahren. Wir blicken auf die schönsten Momente zurück.

Dortmund.. Der Bandleader James Last ist am Dienstag im Alter von 86 Jahren in Florida gestorben. Last war als Erfinder des "Happy Party Sound" der erfolgreichste deutsche Bandleader nach dem Zweiten Weltkrieg. Der 1929 in Bremen als Hans Last geborene Künstler tourte mit seinem Orchester weltweit. Seit mehr als 30 Jahren lebte Last in den USA. Er verkaufte Millionen Platten und CDs - und sorgte 19 Mal in der Dortmunder Westfalenhalle für unbeschreibliche Momente.

Preisträger der Goldenen Westfalenhalle

Zum ersten Mal stand James Last mit seinem Orchester am 27. Januar 1968 in der Westfalenhalle 1 auf der Bühne. 1975 erhielt James Last als erster die "Goldene Westfalenhalle". Der Ehrenpreis wurde im Rahmen der Veranstaltung "Arena der Sensationen" eingeführt. James Last war der erste Preisträger. Bei seiner Tournee zum 70. Geburtstag kam James Last am 5. November 1999 wieder in die Westfalenhalle. Zuvor hatte er ausverkaufte Konzerte in der Londoner Royal Albert Hall gegeben.

20 Paare erheben sich sofort von den Sitzen, als James Last am 10. Mai 2009 in Dortmund zum Tanz bittet. Sie tanzen vor der Bühne und in den Gängen. Der Bandleader bietet im Rahmen der "Mit 80 Jahren um die Welt"-Tour eine Parforce-Ritt durch sein riesiges Repertoire: Etwas Klassik (Puccini, Bizet), Melodien zum Träumen ("Spanish Eyes"), Country ("Orange Blossom Special") und Irisches, ein Shanty-Medley ("Yellow Submarine") und Nummern von Amy Winehouse ("Rehab") oder Pink ("So what").

Letzter Besuch in Dortmund

Die letzte Bühnenshow von James Last und seinem Orchester erlebte das Dortmunder Publikum am 13. Mai 2013. Im silbernen Jackett und mit kleinem Zopf schnippste "Hansi" wie gewohnt mit den Fingern seiner rechten Hand. Das Hit-Feuerwerk reichte von "Rocky" über "Skyfall" bis hin zu einem Walzer von Johann Strauß. 15 Streicher und Gesangssolisten waren neben der 15-köpfigen Band mit von der Partie. "In zwei Jahren kommen wir wieder nach Dortmund", kündigte der Bandleader gegenüber den 3700 Besuchern an.

Das Versprechen hielt er nicht ganz. Bei seiner letzten "Non stop dancing"-Tour trat er aber in Oberhausen auf.

mit dpa