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Investoren müssen weiter warten

17.12.2012 | 16:46 Uhr
Investoren müssen weiter warten
Ein Architekturbüro aus Münster möchte das ehemalige Ostwall-Museum kaufen und hochwertige Seniorenwohnungen entwickeln. Der Investor Kolfhaus und Beele vermarktet das neue Gebäude unter dem Titel "Wohnen mit Service am Ostwall".Foto: Kolfhaus & Beele

Dortmund.   Trotz der ungeklärten Finanzierung und Monate langem Hin und Her will die Politik dem Baukunstarchiv im früheren Ostwall-Museum noch immer nicht abschwören. Zwar gibt es lukrative Angebote anderer Investoren, die Wohnungen bauen wollen. Entscheiden wollen die Ratsfraktionen aber wohl auch Donnerstag nicht.

Soll der Altbau des Ostwall-Museums nun abgerissen werden und einem Wohnhaus mit 55 Seniorenwohnungen weichen? Oder soll das Gebäude zu einem Baukunstarchiv umgebaut werden, dessen Mitarbeiter Unterlagen zu Architektur, Städtebau und Ingenieurskunst sammeln und der Öffentlichkeit zugänglich machen? Das Hin und Her währt seit Monaten, mit einer Entscheidung tut sich die Politik schwer.

Eigentlich sollten die Würfel in der Ratssitzung am kommenden Donnerstag fallen. Nachdem es den Akteuren nicht gelungen ist, eine lückenlose Finanzierung fürs Baukunstarchiv vorzulegen, tendierten die Ratsfraktionen zuletzt dazu, das Projekt zu begraben und einem anderen Interessenten den Zuschlag zu geben: der Kolfhaus + Beele GmbH aus Melle.

Sie möchte das Grundstück für 1,9 Millionen Euro kaufen, den Museumsbau abreißen und durch ein fünfgeschossiges Haus mit 55 Seniorenwohnungen und einer 40 Plätze großen Tiefgarage ersetzen. Zweiter für die Stadt interessanter Bieter ist die Derwald GmbH & Co Kg. Das Dortmunder Unternehmen bietet 1,7 Millionen Euro und will ebenfalls eine Immobilie hochziehen, mit 44 Wohnungen sowie einer 46 Plätze großen Tiefgarage.

Investoren suchen nach Alternativen

Wie sich andeutet, werden die potenziellen Investoren auch nach der Ratssitzung nicht klüger sein: Die Politik mag dem Projekt trotz der ungeklärten Finanzierung noch immer nicht abschwören. Grund: Die Protagonisten des Baukunstarchivs wollen Anfang 2013 erneut an die Türen des Düsseldorfer Städtbauministierum klopfen, um die Finanzierungslücke zu schließen. Weil der Umbau mit 3,5 Millionen Euro veranschlagt ist, das Land aber nur 80 Prozent fördert (also 2,8 Mio. Euro) bleiben 700.000 Euro ungedeckt.

Da OB Sierau eine Beteiligung der Stadt mehrfach ausgeschlossen hat, will man bei der Architektenkammer über den Jahreswechsel hinaus weiter nach Alternativen suchen, wie Hauptgeschäftsführer Markus Lehrmann auf Anfrage bestätigt. „Wir haben uns verständigt, das Projekt nicht am 31. Dezember zu beenden, sondern weiterzuarbeiten. Und wir sind zuversichtlich.“

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    Seite 2: Entscheidung bis Februar 2013

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Kommentare
18.12.2012
16:27
Dortmund scheint es ja zu haben ...
von Schlaubaer | #2

.... und der marode Haushalt scheint auch kein Thema zu sein, wenn itrgendwelche Polit-Schwachmaten immer wieder mit den Baukunstarchiv-Plänen aus der Versenkung kommen können? Dortmund ist gut beraten die ca 2 Millionen an Einnahmen zu verbuchen und sich Baukostensteigerungen und horrende Betriebskosten nicht auch noch an das Bein zu hängen.

17.12.2012
18:00
Investoren müssen weiter warten
von Applebeach4Ever | #1

Warum auch knapp 2 Millionen in die klamme Haushaltskasse fliessen lassen,wenn mann doch viel schöner 4-234567 Millionen für ein weiteres ÜBERFLÜSSIGES Museum in den Kohleofen werfen kann..von den "zufälligen" "nicht abzusehenden" Mehrkosten mal ganz zu schweigen...... Aber Hauptsache "UnsUlli" kann wieder in die Kameras strahlen....

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