Interesse am Thema Rechtsextremismus nimmt zu
23.04.2008 | 14:19 Uhr 2008-04-23T14:19:00+0200Ein Skinhead, eine Türkin und ein Baseballschläger. Wie diese Geschichte ausgeht, kann sich jeder denken. Doch plötzlich stehen sich Täter und Opfer Auge in Auge gegenüber...
Das „Theater Traumbaum” aus Bochum führte spielerisch und unterhaltsam in ein brisantes, ernstes Thema ein: „Jugendliche und Rechtsextremismus”. „Ein Thema, das derzeit ein hohes Interesse bei Schülern und Lehrern gleichermaßen weckt”, so Stefan Woßmann, Leiter des Repekt-Büros, das die Veranstaltung „Theater und mehr...” zusammen mit dem Fritz-Henßler-Haus (FHH) veranstaltet. Über 200 Kinder ab 14 Jahren aus allen Schulformen waren ins Henßler-Haus gekommen, um sich mit dem Thema Rechtextremismus auseinander zu setzen. Dis Diskussionen in den Workshops „haben gezeigt, dass die Schüler näher an dem Thema dran sind”, so Stefan Woßmann. „Sie bekommen sehr viel mit, was häufig an den Lehrern vorbeigeht.” „Mut tu gut” (Zivilcourage), „Max und Mohammed oder Hänsel und Ayse (interkulturelles Impulstraining), „Perpektivwechsel” (Workshop zur Förderung der interkulturellen Kompetenz) sowie „Die Augen nach Rechts” (Rechte Musik und rechter Lifestyle) waren die Inhalte von vier Workshops, an denen rund 100 Schülerinnen und Schüler im Anschluss an das Theaterstück teilnahmen. „Wir möchten in den Workshops aufzeigen, wie sich Kinder und Jugendliche gegen rechtes Gedankengut und Gewalt widersetzen können, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen”, so Woßmann. Themen seien Konfliktsituationen, wie sie alltäglich sind, im Bus oder auch auf dem Schulhof. Die Jugendlichen sollten während der Veranstaltung auch darüber reflektieren, welche Haltung sie zu „Fremdem und Anderem” haben. Oft beruhte die Haltung auf Missverständnissen, da man die „anderen” nicht kenne. Woßmann hoffte, dass nach der Veranstaltung auch Lehrer „stärker schauen, was in ihren Klassen passiert.” Am Dienstag, 29. April, ab 10 Uhr, folgt dann der näch-ste Teil der Veranstaltungsreihe mit dem Wittener Theaterspiel „HIN&WEG-sehen”. Auch hier werden nach der Einführung durch das Theaterstück Workshops angeboten - dann für Jugendliche ab 15 Jahren. Für diese gibt es noch freie Plätze. Infos und Anmeldungen bei Stefan Woßmann, 50 - 2 99 42.
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