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Intelligente Lkw-Route für Dortmund auf dem Weg

18.10.2012 | 22:00 Uhr
Intelligente Lkw-Route für Dortmund auf dem Weg
Großkontrollen in der Umweltzone am Borsigplatz. Polizei, Umweltamt und Ordnungsamt führten an der Brackeler Straße den Einsatz durch.Foto: Ralf Rottmann

Dortmund.  Mit möglichst aktuellen Infos zu Lkw-Verboten und -Beschränkungen für Navihersteller will die Stadt Dortmund dafür sorgen, dass Brummifahrer nicht länger in unpassierbaren Straßen feststecken. Noch gibt es allerdings ein Problem - denn nur wenige Fahrer haben spezielle Lkw-Navis gekauft.

Seit dem Sommer arbeitet die Stadt Dortmund mit daran, Lkw durch den Ballungsraum zu lotsen. Den Herstellern der Navigationsgeräte werden dazu Informationen mit Durchfahrtverboten und Beschränkungen mitgeteilt.

Wie Stadtrat Martin Lürwer betätigt, arbeiten alle gängigen in Deutschland verfügbaren Navigationssysteme mit Kartengrundlagen der Firmen Nokia bzw. Tomtom. Um den Kartenherstellern möglichst aktuelle und korrekte Informationen über Lkw-Verbote und -beschränkungen zur Verfügung zu stellen, arbeitet das Stadtplanungs- und Bauordnungsamt an einem Projekt der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH und des Regionalverbands Ruhr mit.

Alle Restriktionen für Lkw im Vorrangnetz dargestellt

„Im Rahmen dieses Projektes werden alle Restriktionen im Stadtgebiet für Lkw erfasst und das Lkw-Vorrangnetz wird dargestellt“, berichtet Martin Lürwer. „Diese Informationen werden dann allen Kartenherstellern kostenlos angeboten.“

Nur mit einer aktuellen Kartengrundlage für das gesamte Ruhrgebiet ist ein zielgenaues Routing auf Straßen abseits der Wohngebiete möglich. Das Projekt ist im Juni 2012 gestartet und befindet sich damit im Aufbau. „Die beteiligten Kommunen im Ruhrgebiet haben sich verpflichtet, innerhalb von einem Jahr die Daten einzugeben und danach regelmäßig zu kontrollieren und zu ergänzen“, umreißt der Baudezernent.

Auch die Stadt Dortmund pflegt hier die Restriktionen im Stadtgebiet ein. Die Straße Schiffhorst ist hier bereits mit dem Lkw-Fahrverbot „Anlieger frei“ versehen.

Verhindern, dass Brummifahrer auf Hinternisse stoßen

Darüber hinaus hat das Stadtplanungs- und Bauordnungsamt für den konkreten Fall Kontakt mit der Firma Nokia gesucht. Die Firma Nokia hat daraufhin mitgeteilt, dass das Verbot für die Straße Schiffhorst aufgenommen worden ist, Anlieger- und Lieferverkehr darf die Straße befahren. Darüber hinaus wurde von Nokia mitgeteilt, dass generell alle Straßen der Klassifikation 1-4 bzgl. Lkw-Verboten abgefahren werden.

Verhindert werden soll damit, dass die Brummifahrer auf der Strecke auf unpassierbare „Hindernisse“ wie das Durchfahrtsverbot an der Brackeler Straße oder eingeschränkte Durchfahrthöhen an Brücken wie im Defdahl oder an der Bornstraße oder Burgholzstraße - die Klassiker in Dortmund - stoßen.

„Problematisch ist aber, dass erst ein geringer Teil der Lkw-Fahrer mit speziellen Lkw-Navigationsgeräten unterwegs sind“, bedauert Lürwer. „Viele nutzen Standardgeräte, die nicht zwischen Pkw und Lkw unterscheiden können und somit auch Restriktionen wie Lkw-Fahrverbote, Brückenhöhen oder Tonnagebegrenzungen nicht anzeigen.“

Erst langsam werden die speziellen Lkw-Navigationsgeräte günstiger und setzen sich am Markt durch.

Von Gerald Nill



Kommentare
19.10.2012
11:01
Intelligente Lkw-Route für Dortmund auf dem Weg
von Nordstaedtler | #1

Hoffentlich ist auch die Mallinckrodtstraße zwischen Brunnen- und Münsterstraße mit aufgenommen: LKW-Verkehr laut Schild nur für Anliege, das schert aber keinen einzigen Fahrer. Für Anwohner und Autofahrer auf der eh nicht leeren Strecke einfach ärgerlich.

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