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Insolvenzverwalter: Elisabeth-Klinik ist und bleibt gesund

18.08.2009 | 17:53 Uhr

Christian Schulte-Kaubrügger, Insolvenzverwalter der E & V Fachkliniken (Veramed-Klinik Meschede und Elisabeth-Klinik Dortmund), versteht die Aufregung nicht. Die Gewerkschaft Verdi warf dem Insolvenzverwalter gestern vor, er habe „seine Tätigkeit auf ein Verwalten der Unternehmen beschränkt".

Jetzt sei, so Verdi, durch die geplante Schließung der Veramed-Klinik Meschede zum Ende August auch die Elisabeth-Klinik für Kinder und Jugendpsychiatrie in Dortmund in Gefahr.

Die Klinik in Dortmund müsse sofort dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) übertragen werden. Bernd Tenbensel, Verdi-Krankenhausexperte: „Es darf nicht geschehen, dass mit der Elisabeth-Klinik ein intakter Betrieb mit hochmotivierter Belegschaft geschlossen wird.” Die Kritik ruft beim Insolvenzverwalter Kopfschütteln hervor: „Die von Verdi haben es immer noch nicht verstanden.”

Die Elisabeth-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie ist schon lang im Insolvenzverfahren. Als künftiger Betreiber steht der Landschaftsverband Westfalen-Lippe fest. Der Übergang zum LWL soll im Oktober/November rechtsverbindlich erfolgen. Foto: Knut Vahlensieck

Das lange Verfahren sei in Absprache mit allen Beteiligten, auch auf Wunsch und im Interesse des LWL erfolgt, so Schulte-Kaubrügger. Alle Beteiligten seien daran interessiert, dass sie die Dachgesellschaft E & V weiterführen können - aber ohne die Veramed Klinik (54 Betten, 60 Mitarbeiter), die rote Zahlen schreibt und die eigentlich ausgegliedert werden sollte, um dann von einem neuen Träger eigenständig weitergeführt zu werden.

Der Grund für den angestrebten Erhalt der E & V ist: Die Dachgesellschaft ist mit ihren Bettenkapazitäten im Krankenhausbedarfsplan des Landes NRW abgesichert. Eine neue Gesellschaft müsste sich neu positionieren: neu in den Krankenhausbedarfsplan aufgenommen werden - dagegen könnten Wettbewerber angehen.

Alle Bemühungen, einen Investor für das Haus in Meschede zu finden und es dann herauszulösen, seien gescheitert. Ein Verlust sei dadurch für die E & V nicht entstanden, denn die „Veramed Betriebsgesellschaft” sei eine Verlustübernahmeerklärung eingegangen und trage das Minus bis Ende August 2009, so Schulte-Kaubrügger. Die Betriebsgesellschaft sei vom Chefarzt und Immobilieneigner in Meschede getragen worden. Im Oktober/November 2009, schätzt Schulte-Kaubrügger, könnten E & V und Elisabeth Klinik an den LWL übertragen werden.

Klaus BUSKE

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Kommentare
22.08.2009
21:29
Insolvenzverwalter: Elisabeth-Klinik ist und bleibt gesund
von erdnukel | #1

Wissen sie wie das aussieht ..Die Veramed Klinik wird verwaltet damit IHR Geld stimmt und die Elisabeth-Klinik wird gefördert die ja auch in Dortmund ist wie das Büro des Insolvenzverwalters. Gerüchte sagen Investoren der Veramed Klinik wurden vergrault aber was für mich offensichtlich ist und jeder sehen kann ist das weder Sparmaßnahmen getroffen wurde die einfach und simpel gewesen wären noch das versucht wurde für die Auslastung der Klinik durch Werbung oder Akquise zu sorgen .... Das alles sieht für mich nach Absicht aus .

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