Innenstadt: Mahnwache für die Meinungsfreiheit

Die Terroranschläge vom 9. Januar 2015 in Paris erschüttern die Welt. Juden, Muslime und Christen setzen jetzt auch in Dortmund ein Zeichen gegen Hass und Gewalt. Die Aktion führt am Freitag in die Innenstadt.

Dortmund.. Aktualisierung Freitag, 15.50 Uhr:


"Dortmund est Charlie": Die Mahnwache ist beendet, nach Polizeiangaben haben rund 250 Bürger daran teilgenommen. Das Treffen verlief ohne Zwischenfälle. Als Vertreter der Stadt Dortmund verlas Bodo Weirauch ein Grußwort von Oberbürgermeister Ullrich Sierau.


Darin hieß es: "Gemeinsam, egal welcher Religion oder welcher Herkunft, setzen Sie ein deutliches Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Demokratie." Dafür bedankte sich der OB. Denn dieses Zeichen mache allen "Feinden der demokratischen Gesellschaft" deutlich: "Wir stehen zusammen, wir werden unsere Freiheit verteidigen."


Aktualisierung Freitag, 15.05 Uhr:


Vor dem Pressehaus am Westenhellweg haben sich rund 120 Personen aufgestellt. Vertreter verschiedener Religionen sind vor Ort, zum Beispiel Pfarrer Friedrich Stiller, Rabbiner Avichai Apel und Ahmad Aweimer, Vorsitzender des Rates der muslimischen Gemeinden in Dortmund. Auch Guntram Schneider, Minister für Arbeit, Integration und Soziales Nordrhein-Westfalen, ist gekommen.


Ziel ist es, gegen Rassismus und für Meinungsvielfalt zu demonstrieren. "Bunt statt braun" und "Wir alle sind Dortmund" - auch dafür stehen die Menschen am Freitag ein. Sie gedenken vor allem der Anschlagsopfer von Paris. Gemeinsam wollen sie ein Zeichen setzen, dass es mehr vernünftige Menschen als unvernünftige gibt.


Ursprungsmeldung Donnerstag, 18.47 Uhr:


Fast 20 Institutionen rufen zur Teilnahme an einer Mahnwache am Freitag (16. Januar) um 15 Uhr vor dem Pressehaus der Ruhr Nachrichten am Westenhellweg / Ecke Potgasse in der Dortmunder Innenstadt auf. Den Aufruf veröffentlichten gestern

  • die katholische Kirche
  • die evangelische Kirche
  • DITIB-Moscheevereine
  • der Rat der muslimischen Gemeinden in Dortmund und
  • die jüdische Kultusgemeinde.

Sie demonstrieren "Für Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt". Der Imam Ahmad Aweimer, Rabbiner Avichai Apel und Pfarrer Friedrich Stiller haben den Aufruf zur Teilnahme an der Mahnwache unterzeichnet. In dem Aufruf steht: „Hass und Gewalt lehnen wir ab. Ob Christen, Muslime oder Juden; egal welcher Weltanschauung wir anhängen, welchen kulturellen Hintergrund wir haben und wie verschieden wir sind: Wir stehen zusammen! Dortmund bleibt weltoffen und tolerant! Gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus!“