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17.01.2013 | 00:09 Uhr

Mehr als jeder zweite Abiturient in Dortmund strebt in diesem Jahr einen Hochschulplatz an. Doch wer die Wahl hat, hat die Qual. Technische Universität und Fachhochschule öffneten gestern und heute ihre Türen für Schüler.

Die Hochschulen erwarteten mehrere tausend Oberstufen-Schüler, die Vorlesungen und Seminare besuchen. Arbeitsagentur und Studentenwerk berieten auch zu BAFöG, Nebenjobs und Wohnungssuche. Etwa jeder dritte Abiturient weiß derzeit noch nicht, was er studieren soll.

Doch die Angebote der Hochschulen sind begrenzt, weil in diesem Jahr gleich zwei Jahrgänge ihren Schulabschluss machen.

Eine rechtzeitige Orientierung ist jetzt besonders wichtig. Sie wird bei den Hochschultagen auch heute noch - ohne Anmeldung - geboten. Schon heute erleben die Hochschulen einen wahren Ansturm.

Die TU musste zu den beiden letzten Wintersemestern jeweils über 5000 Anfänger verkraften . Die Fachhochschule über 3000 Neulinge und rechnet in diesem Jahr mit einem Höhepunkt von 3500 Erstsemestern.

OB Ullrich Sierau kommentierte im Vorfeld, „es ist schwer ‘was los an den Hochschulen“ und warb für den Hochschultag, indem er warnte: „Ein Fach wechseln ist in diesem Umfeld ungünstig.“ Entspannt bleiben TU-Rektorin Prof. Ursula Gather und FH-Rektor Prof. Wilhelm Schwick. Sie haben bereits Erfahrung mit dem Ansturm, der in dem Ausmaß von den Auguren so nicht erwartet worden war. An der TU studieren derzeit knapp 30 000 junge Leute und an der FH 11 500 . So viele wie nie zuvor. Und trotzdem sei der Ansturm durch zusätzliches Personal, Neubauten und Raum-Anmietungen bewältigt worden, werde den jungen Menschen eine bestmögliche Berufsvorbereitung geboten, heißt es.

TU-Rektorin Ursula Gather nannte das breite Spektrum an natur-, ingenieur- und geisteswissenschaftlichen Fächern. 29 Bachelor- und 37 Masterstudiengänge stünden auf dem Campus zur Wahl. Einige Disziplinen wie Raumplanung, Reha-Wissenschaften und Journalistik hätten eine bundesweite Bedeutung. Neu gebe es in diesem Semester erstmals die Medizinphysik.

FH-RektorWilhelm Schwick verwies auf sieben Fachbereiche, die sehr gut nachgefragt seien. Schwick empfahl, sich von einer möglichen Zulassungsbeschränkung durch einen Numerus clausus nicht abschrecken zu lassen . Eine Mindestzensur sei rein hypothetisch. Durch Nachrückverfahren ergäben sich freie Plätze. Viele Fächer der FH sind mit einem NC belegt. An der TU ist ein knappes Drittel der Fächer zulassungsbeschränkt.



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