In einer Marktlücke fand sie den Erfolg
15.01.2012 | 17:28 Uhr 2012-01-15T17:28:00+0100
Dortmund.Nein, Kim Kalkowski möchte nicht die Welt retten. Und auch missionieren liegt ihr fern. Trotzdem passen ihr die jüngsten Skandal-Meldungen wie „Zuviel Antibiotika in Hähnchen“ gut ins Geschäfts-Konzept: Die 27-Jährige ist Veganerin und betreibt seit knapp einem Jahr mit ihrem Lebenspartner den Veggie-Shop im Brückstraßen-Viertel. Ihre Bilanz: „Der Laden läuft. Aber wir haben auch keinen Acht-Stunden-Tag und arbeiten sieben Tage in der Woche.“
Ein Laden, in dem viel Herzblut und noch mehr Maloche steckt. Und der noch nichts für die Altersversorgung abwirft. Aber trotzdem so brummt, dass der Mann von der Deutschen Bank bei der Kreditaufnahme zur Erweiterung der Lagerräume versicherte: „Für alles, was unter einer halben Million ist, brauchen Sie nicht extra vorbei zu kommen.“
Angesichts eines solchen Erfolges wird die Selfmade-Unternehmerin häufig nach ihrer Ausbildung gefragt. Dann lacht sie und entgegnet selbstsicher „Ich habe nichts gelernt.“
Einziger Vegan-Shop Deutschlands
Zurück bleiben Fragezeichen, die sie gerne auflöst und in Stichpunkten von ihrer Jugend erzählt, der das Tatoo-Girl noch gar nicht richtig entwachsen ist: Als Kind aus „normalem bügerlichen Hause“ wurde sie aus Tierliebe Vegetarierin, später Veganerin. Als Abiturientin kochte sie „aus Spaß“ mit einer kleinen Gruppe Gleichgesinnter einmal pro Woche in einer Kneipe - vegan natürlich. „So lecker, dass wir letztendlich 80 Leute bewirten mussten.“
Aus dieser Leidenschaft entstand vor sechs Jahren der „Wonderland“-Online-Shop für Veganer, den sie auch heute noch betreibt. Der „Vegelicious Veggie-Shop“ mit Cafe ist sozusagen das Sahne-Häubchen der jungen Karriere.
„Anfangs kamen Leute aus ganz Deutschland und aus dem benachbarten Ausland“, blickt sie zurück. „Ein paar Franzosen haben im Auto vor dem Geschäft übernachtet um morgens hier zu frühstücken und einzukaufen.“ Land und Leute waren unterwegs, um den einzigen Veganer-Shop in Deutschland zu besuchen. Nicht nur überzeugte Fleisch-Verzichter, sondern auch Menschen mit Erkrankungen, die Fleisch- oder Milchprodukte meiden müssen und sich hier eine schmackhafte Alternative versprechen. Vor allem frische Produkte aus der Kühltheke wie „Thüringer Bratwurst“, „Schweine- und Rinderfilet“, Tiefkühl-Pizza oder „Fischfilet als rein pflanzliche Meeresspezialität“. Daneben Tierfutter und kosmetische Produkte. Alles rein vegan.
Auf der sicheren Seite
„Für die Kunden ist es ein entspanntes Einkaufen“, so Kalkowski. „Sie müssen nicht ständig die Aufkleber mit den Inhaltsstoffen lesen, die oft so kleingedruckt sind, dass man sie kaum entziffern kann. Hier sind sie auf der sicheren Seite.“
Nach der ersten Euphorie, als alle geguckt und gestaunt hatten, kam das „Sommerloch“. Aber: „Danach pendelte es sich ein.“ So gut, dass sie heute 20 Mitarbeiter beschäftigt, neun davon in Vollzeit.
Hub und Annie Debie-Essens aus Maastricht packen gerade an der Kasse ihren großen Trolly voll und rollen im wahrsten Sinne des Wortes mit Käse nach Holland. Käse aus Sojamilch über den Frau Antje wahrscheinlich die Nase rümpfen würde. „So eine Auswahl gibt es nicht bei uns“, sagen beiden engagierten Tierschützer begeistert. „Nicht mal in Amsterdam.“ Doch bevor sie nach Hause starten, nehmen sie noch einen Kaffee in dem gemütlichen kleinen Cafe, das zum Shop gehört. „Die Beagels schmecken gut und die bunten Cup-Cakes in der Virtrine sehen heute wieder ganz lecker aus.“
23:00
#2 Wer den Unterschied zwischen vegetarisch und vegan nicht kennt, sollte lieber keine Kommentare schreiben!
Aber Neider gibt es ja immer, ich sage allerdings: "Tolle Sache, macht weiter so!" Es gibt genug Menschen, die sich nicht mehr "werben" lassen wollen. Ich gönne Euch den Erfolg aus ganzem Herzen und kaufe gerne bei Euch ein.
16:34
Ich komme zwei mal am Tag am "Veggie-Shop" vorbei. Wegen Überfüllung musste der bis jetzt an keinem Tag geschlossen werden. Kein Wunder, vegetarische Lebensmittel gibt es inzwischen in fast jedem Discounter/Supermarkt, und das noch billiger. Dazu kommen noch Reformhäuser, Bio-Märkte und in Hombruch-Harkortstr. Zb. ein Bio-Supermakt mit großer Auswahl für Vegetarier.
Es muss also niemand in die Stadtmitte fahren um vegetarische Lebensmittel zu kaufen.
beim discounter, ja da gibt es sooo viel vegane sachen, zb. eiersalat, auf nachfrage beim fachpersonal.....
man muss auch den unterschied zwischen vegan und vegetarisch kennen, dann kann man schon schön mitreden, sonst sollte man es lieber lassen-da wird es dann peinlich......
08:14
"Für die Kunden ist es ein entspanntes Einkaufen“, so Kalkowski. „Sie müssen nicht ständig die Aufkleber mit den Inhaltsstoffen lesen, die oft so kleingedruckt sind, dass man sie kaum entziffern kann. Hier sind sie auf der sicheren Seite.“
Mit Verlaub, was ist dass den für eine blödsinnige Aussage? Nur weil kein Tier drin ist, ist es noch lange nicht gesund. Ein großer Teil von nicht gerade all zu gesunden Zusatzstoffen in Lebensmitteln sind rein synthetischer Natur, also vegan... Und selbst wenn keine synthetischen Zusatzstoffe in den Produkten sind sollten Allergiker bei veganen Produkten genau hinschauen, was auf den "Aufklebern" im Kleingedruckten steht. Wer eine ordentliche Sojaallergie hat, kann im schlimmsten Fall einen Anaphylaktischer Schock erleiden. Soja ist hochallergen und da heute schon ab dem Säuglingsalter der menschliche Organismus damit bombardiert wird, gibt es immer mehr Menschen, die genau auf dieses Allergen sehr heftig reagieren.
Nun ja und vegane Tiernahrung ist auch schon lustig. Was mache ich denn jetzt mit dem Grünspecht, dem Mörder, der jeden Tag in unserem Garten nach Würmern etc im Rasen pickt????
Peter, Sie haben es aber so richtig begriffen, was? Meine Güte, immer wieder interessant, wie man es Vegetariern oder Veganern zeigen will. Und dann heißt es wieder, sie seien militant...
Was sie mokieren ist keinesfalls eine blödsinnige Aussage. Es geht in dem Teil nicht darum, möglichst gesund zu essen sondern tierfrei in jeglicher Hinsicht. In Ihrem offenichtlich beschränkten Sichtfeld ist anscheinend fleischfrei, wo kein Tiername vorkommt. Dass aber auch Fruchtsäfte, Sekt etc. mit tierischen Erzeugnissen verabeitet sein können, wissen sie wohl nicht. Daher das Etikettenlesen der Veganer,w elches in o.g. Geschäft wegfällt.
Und zu ihrem letzten Satz sag ich mal nix; er zeigt, wie wenig sie sich mit dem Thema beschäftigt haben. Ach so: Ich esse übrigens hin und wieder Fleisch und ernähre auch meine Katze mit solchem. Bevor sie den Veganern diesen Post zuschreiben beim kritisieren...
Für mich scheint es als wäre Peter einer von den Menschen, die überhaupt keine Ahnung von dem haben über das sie ach so ,,klug reden!
Für das nächste mal lieber Peter: Erst denken dann reden!!
Das hilft oftmals gegen peinliche Auftritte!
Als aller erstes mal zu dem veganen Tierfutter:
Hättest du dich (um dir eine Meinung zu bilden die nicht auf einem Artikel beruht) mal in diesem Laden umgesehen hättest du festgestellt, dass es dort größtenteils veganes Hundefutter gibt. Einem logisch denkenden Menschen wäre dann aufgefallen, dass veganes Hundefutter garnichtmal so falsch ist, da einem ,,Haus-Hund jede Menge Auslauf und Bewegung fehlt. Damit ist ein hund nicht mehr auf Fleisch angewiesen. Meiner Meinung nach ist es vollkommen okay einen Hund vegan zu ernähren solange es ihm gut (!) bekommt.
Desweiteren ist es natürlich wenn ein Specht Würmer aus der Wiese pickt!!
Ein Hund der in einer Wohnung lebt ist nicht natürlich! ich hoffe das siehst du ein :)
Nun zum Soja: Vor ca. 7000 Jahren waren erwachsene Menschen auch noch hoch allergisch gegen Laktose (die sich bekanntlich in Milchprodukten befindet) .
Das beweist, dass der Mensch durchaus auch was das betrifft anpassungsfähig ist.
Nebenbei bemerkt geht es in der Textstelle die du benanntest hauptsächlich um Menschen mit einer Laktoseintolleranz o.ä. wer allergisch auf Soja reagiert dem leuchtet vermutlich ein, dass es in einem veganem Supermarkt von Sojaprodukten nur so wimmelt. Das ist im übrigen auch ein Indiez dafür, dass Soja garnicht sooo schlimm sein kann denn der Laden läuft ja!
Vermutlich konnte man aus meiner Antwort herraus filtern, das ich selbst auch vegan bin. Der Laden ist meiner meinung nach ziemlich genial wegen eben genau dem Aspekt den du lieber Peter versuchst schlecht zu machen.
Der Veganismus ist wenn man alles richtig macht eine gesunde Lebensweise nicht nur für den Veganer selbst sondern auch für die Umwelt!
Und ich könnte noch so unendlich viel mehr zu denem fragwürdigen Kommentar schreiben aber erlich gesagt habe ich das dumpfe gefühl das ich bei dir eh nur auf Granit stoße.
mit, verlaub.....es geht hier um vegane ernährung.
ich kann nicht nachvollziehen welchen bericht sie gelesen haben, oder warum sie hier versuchen zu provozieren? neid?????