In Dortmund droht die nächste Dauerbaustelle auf der A40
23.09.2012 | 18:07 Uhr 2012-09-23T18:07:00+0200
Dortmund. Im Juni erst wurde die Schnettkerbrücke vollends für den Verkehr frei gegeben - nach fast sieben Jahren Bauzeit. Doch nun droht Autofahrern, die die B1/A40 in Richtung Westen nutzen - und das sind am Tag rund 83 000 - eine neue Geduldsprobe.
Anfang Oktober beginnt der Landesbetrieb Straßen.NRW mit der Fahrbahnsanierung der A40 zwischen dem neuen Rastplatz Somborn und der Stadtgrenze zu Bochum. Auf einer Länge von 1,3 Kilometern wird die Asphaltdecke bis zu 70 Zentimeter tief abgefräst und durch einen neuen Straßenbelag ersetzt. Zeitgleich werden Schutzplanken, Wasserabläufe und Betonschutzwände ausgetauscht oder saniert sowie zwei Brücken instand gesetzt. Das alles dauert volle zwölf Monate.
Verkürzen lässt sich die Bauzeit offenbar nicht. Eine Vollsperrung des Streckenabschnitts wie bei der A40 in Essen habe man nach den guten Essener Erfahrungen zwar erwogen, so Straßen.NRW-Sprecherin Ingrid Scholtz. So etwas komme aber für den Dortmunder Westen nicht in Frage. Scholtz: „Anders als in Essen fehlen hier entsprechende Umfahrungsmöglichkeiten.“ Wie berichtet, hat die dreimonatige Vollsperrung der A40 auf Essener Gebiet - auch dort wurden Fahrbahndecken saniert - nicht zu dem von vielen befürchteten Verkehrschaos geführt. Ohne Vollsperrung hätten sich die Bauarbeiten nach Angaben des Landesbetriebs zwei Jahre hingezogen.
Eine Komplettsperrung gibt es bei der neuerlichen Dortmunder A40-Ertüchtigung dann aber doch: Ab 1. Oktober wird die Auffahrt Kley in Fahrtrichtung Essen für drei Wochen stillgelegt (bis 21. Oktober). Wer in Kley abfahren will - um zum Beispiel zum stark frequentierten Indupark zu gelangen - muss aus Dortmund kommend in Dorstfeld raus und die Brennaborstraße nehmen.
Ach, ja: Umsonst gibt es die Autobahnsanierung natürlich auch nicht: Der Landesbetrieb rechnet mit insgesamt 3,5 Mio Euro Baukosten.
10:21
was Drunsonst| #1 sagt.
Es ließe sich bei entsprechender Planung und "Verdonnerung" der Firmen auch durchziehen, in Essen wird das gerade praktiziert.
Das Fatale ist nur,daß durch einen 3-Schicht-Betrieb entstehende Mehrkosten voll zu Lasten des Landesbetriebes gehen,so das veranschlagte Budget sprengen und folglich auch weniger Meter saniert werden können.
Da wälzt man diese Kosten doch lieber auf die stauerprobten Pendler ab , die neben den Sanierungskosten aus von ihnen bereits geleisteten Steuergeldern gefälligst nochmal in den eigenen Säckel greifen dürfen . Zumal höherer Spritverbrauch durch Staus / Umleitungen ja auch noch ein wichtiger "Nebenerwerb" des Verkehrsministers darstellt. Das Bruttosozialprodukt läßt grüßen......
... hamicha - was stört es den Staat, wenn die Pendler lange im Stau stehen? Eben - nichts! Und der unnötig dabei verbrannte Kraftstoff belastet zwar die Umwelt aber bringt über Mineralöl-, Öko- und Mehrwertsteuer richtig Geld in die Staatskasse.
08:50
Das sehe ich schon wieder tage- und wochenlange Phasen von Untätigkeit auf der Baustelle, weil Firmen ausfallen oder es Unstimmigkeiten ob der vergebenen Aufträge gibt und so Folgeverschiebungen sich aufaddieren.
Der Tag hat 24 Stunden und die Woche 7 Tage. Wer dieses Zeitpotential optimal abgestimmt nutzt und rund um die Uhr mit modernen Verfahren durcharbeitet, der erledigt so eine Reparaturbaustelle in einem Bruchteil der vorgeplanten Zeit. Aber - man muss nur wollen und aber auch können!
Jammer Jammer Jammer!
Machs doch besser! So viele Gewerke bekommt man nie zu 100% unter einen Hut!
Ich hasse solche besserklugwisser!
Aaah soo - man bekommt nie alle Gewerke unter einen Hut? Komisch, dass ein 300 Millionen Euro Projekt wie die Thier-Galerie in Dortmund eine Termin- und Kosten-Punktlandung hinlegt, während das Dortmunder U mit 49 Millionen Euro Kosten geplant war und nun bei ca 103 Millionen Euro nach 4 (!) jahren immer noch nicht fertig ist aber dafür die veranschlagten Betriebskosten von 3,4 auf 10,2 Millionen Euro pro Jahr angestiegen sind und das Objekt eine Ansammlung von Baufehlern und Baumängeln zu sein scheint. Frage: Woran könnte das wohl liegen?