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Im Umfeld der Gürtellinie

05.08.2012 | 14:00 Uhr
Im Umfeld der Gürtellinie
Andrea Badey und Lioba Albus präsentieren als „Pottsäue“ ihr Best-of-ProgrammFoto: Klaus Pollkläsener

Dortmund.   Die beiden „Pottsäue“ Lioba Albus und Andrea Badey kümmern sich gemeinsam um die „Fettverbrennung“ – vor einem voll besetzten Cabaret Queue.

„Wir kommen morgen noch mal wieder. Mal sehen, ob wir den einen oder anderen nicht in die Sterbehilfe kriegen“, versprachen die beiden „Pottsäue“ Lioba Albus und Andrea Badey im Cabaret Queue. Ihr gemeinsames Programm „Fettverbrennung“, ein Best of, hatte im voll besetzten Theater am Ufer des Phoenix-Sees Premiere.

„Mayo and More“, eine wegen mancher kräftiger Aussagen ihrer Verkäuferinnen berühmt-berüchtigte Pommesbude, wurde von den beiden Pommesschlampen Witta und Betti betrieben. Witta (Lioba Albus) war die eher Mondäne, die - in schwarzem Rock und rotem Oberteil - nur allzu gerne ihre Nägel pflegte. Etwas derber mochte es die ständig schwitzende und mit einem Handtuch wirbelnde Betti (Andrea Badey), im weißen Kittel und blass-orangener Leggins. Doch zusammen als Team empfanden sie sich als die unwiderstehlichen „Sahneschnittchen aus der Mallinckrodtstraße“.

Das Duo tauschte Lebensweisheiten aus. Mal ober, mal unterhalb der Gürtellinie. Manchmal recht herbe zwar, doch niemals geschmacklos. Philosophiert wurde über die Friseur von Jogi Löw zur Zeit der EM: „Der hat bestimmt ein Implantat auf dem Kopf - so können Haare nicht liegen“ oder über die aktuelle Jahreszeit: „Dieser Sommer ist ein Arschloch“. Es gab Nachhilfe darüber „wie man an Männer kommt“ oder einen Eingriff in die aktuelle Diskussion über Organtransplantationen: „Wer was abzugeben hat, kann sich melden“. Schließlich wurden auf der Bühne gemachte buddhistische Erfahrungen weitergegeben. Fazit: „Auch eine Lücke kann Leere hinterlassen“.

Die „Kubaner Westfalens“

Gäste kamen ebenfalls in die Pommesbude „Mayo and More“: da tauchte etwa Ludwig auf, der sexbesessene Schlafanzugwomenizer (Andrea Badey) oder Mia Mittelkötter (Lioba Albus) als Beziehungskistensargnagel, die für die „Sauerländer als die Kubaner Westfalens“ schwärmte. Fett, krass und keinesfalls kalorienreduziert wurden die Lachmuskeln der Premierenbesucher strapaziert. Und zwar so, dass die beiden Komödiantinnen über ihre eigene Situationskomik auf der Bühne mitunter mal selber lachen mussten.

Ein über zweistündiger unterhaltsamer, kurzweiliger Abend mit zwei bekannt-beliebten Comedians, die gut zusammengestellte Ausschnitte aus ihren Soloprogrammen boten. Die Zuschauer dankten mit lang anhaltendem Beifall.

Von Joachim vom Brocke



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