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Im Klinikum werden Patienten im Turbogang verlegt

20.05.2012 | 18:00 Uhr
Im Klinikum werden Patienten im Turbogang verlegt
Die Verlegung der Intensivpatienten ging schnell: nur 15 Minuten dauerte sie.Foto: Franz Luthe

Dortmund.   Gelungener Start im ZOPF, dem neuen Zentralen OP- und Funktionszentrum im Klinikum. Die ersten 17 Intensivpatienten wurden am Samstag in den Neubau verlegt.

Gelungener Start im ZOPF, dem neuen Zentralen OP- und Funktionszentrum im Klinikum. Die ersten 17 Intensivpatienten wurden am Samstag in den Neubau verlegt.

Es riecht noch nach Farbe, Schutzplanen bedecken den Boden. Überall herrscht sichtlich Hektik. Doch die aufwändige Logistik ist gut durchdacht. Ein Rädchen greift ins andere. Schon früh geht’s los.

Um 6.30 Uhr wurde mit dem Transport der Intensivpatienten in die neuen Stationen begonnen. HC/N2 heißt im Terminus des Klinikums die Herz-Chirurgische und neurologische Intensivstation. M2 die Medizinische Intensivstation. Die Intensivpatienten, die als erste die neuen Räume beziehen, sind darauf vorbereitet. Doch die meisten bekommen kaum etwas davon mit. Alles klappt viel schneller als vorgesehen. „Eingeplant waren 15 Minuten für jeden Patienten“, sagte eine Klinikum-Mitarbeiterin, „doch wir waren mit allen 17 Kranken schon 30 Minuten eher fertig“. Jetzt werden sie in hellen, lichtdurchfluteten Zimmern weiter ärztlich versorgt und betreut.

Zwölf neue OP-Säle

Beim Umzug musste so einiges transportiert werden. Foto: Franz Luthe

Mit dem Umzug der Patienten ist es indes längst nicht getan. In den Gängen des Altbaus ging schon seit Donnerstag der Umzug los, der sich am Wochenende fortsetzte. Schränke werden leer geräumt, die Utensilien in extra beschriftete Container gelagert: „Damit die Leute vom Umzugsunternehmen wissen, wohin sie die Sachen bringen sollen“, erklärt die Klinikum-Mitarbeiterin. Derselbe besonnene Stress im Neubau, wo alles am vorgesehenen Platz wieder aus- und eingepackt wird. Zur Sicherheit der Patienten sind während der Umzugsphase die alten OP-Säle für Notfälle voll funktionstüchtig geblieben. Offiziell in Betrieb genommen wurden die zwölf neuen OP-Räume im ZOPF am Sonntag. Letzter Schritt ist die Inbetriebnahme der neuen Frauenklinik mit Gynäkologie, Entbindung und der Perinatalversorgung Früh- und Neugeborener auf Ebene 3.

Blick vom zweiten Stock: Der Innenhof ist gepflastert und begrünt; Bäume recken sich der Sonne entgegen. Durch die 94 Millionen Euro teure Investition möchte das Klinikum die Versorgungsqualität seiner Patienten vom Empfang über Behandlung bis zur Entlassung verbessern. Das Dortmunder Klinikum ist das zweitgrößte kommunale Krankenhaus in Deutschland, an dem rund 4200 Mitarbeiter (darunter etwa 435 Ärzte) beschäftigt sind. Behandelt werden über 200 000 Patienten im Jahr.

Von Joachim vom Brocke


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