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Bakterien

Im Fredenbaum sterben 70 Enten an Vergiftung

27.07.2010 | 08:58 Uhr
Im Fredenbaum sterben 70 Enten an Vergiftung
Enten sterben im Frdenbaumpark. WR Bild : Ralf Rottmann

Dortmund.Das Entensterben am Fredenbaumteich geht rasant weiter: Mittlerweile sind 70 Tiere verendet. Die Stadt geht davon aus, dass die Enten an Botulismus – einer bakteriellen Vergiftung – gestorben sind. Eine Gefahr für den Menschen gehe davon nicht aus.

Tests des Veterinäramtes in Arnsberg haben zunächst eine mögliche Ursache ausgeschlossen: die Vogelgrippe. Auch die Wasserproben haben keine hohe Belastung ergeben: „Physikalisch und chemisch waren die Proben in Ordnung“, sagt Erwin Fischer vom Umweltamt. Der Sauerstoffgehalt sei gut, der PH-Wert im Normalbereich und der Salzgehalt sei niedrig. Allerdings sei die Wassertemperatur sehr hoch gewesen – 26 Grad am Ende der vergangenen Woche – wodurch sich leicht Bakterien vermehren.

Für den Menschen ungefährlich

„Das Problem ist der Schlamm“, stellt Fischer fest. Der so genannte Faulschlamm sei mit Nährstoffen überdüngt – zum einen durch Kot und zum anderen durch Nahrungsreste, die sich auf dem Grund ablagern. „Obwohl es verboten ist, füttern die Besucher die Tiere und vergiften sie damit“, ärgert sich Fischer.

„Die Situation ist für Menschen ungefährlich“, beruhigt Pressesprecher Michael Meinders. Die Tiere seien gestorben, weil sie ihr Futter aus dem Schlamm gepickt und somit auch den kontaminierten Matsch gefressen hätten. Menschen müssten schon den Schlamm zu sich nehmen, um gesundheitliche Probleme zu bekommen. „Am See spazieren zu gehen, ist kein Problem“, betont Meinders. Trotzdem bleibt der Tretbootverleih zunächst für eine Woche geschlossen. Und Warnschilder weisen auf den vergifteten Grund hin. „Dass Kinder nicht am Teichufer spielen sollten, dürfte selbstverständlich sein“, sagt der Sprecher.

Regen spült frisches Wasser in den Teich

Durch den Wetterumschwung sinke nun die Wassertemperatur und der Regen spüle frisches Wasser in den Teich. „So hilft sich die Natur erstmal selbst“, hofft Erwin Fischer. „Wir hoffen, dass in einer Woche alles wieder ok sein wird“, bestätigt Meinders. Sollte das Entensterben dann nicht beendet sein, müsse dem Schlamm entweder zusätzlicher Sauerstoff zugeführt werden, damit sich dieser zersetzt, oder der Teich müsse leer gepumpt und gesäubert werden. „Das sind teure Maßnahmen, für die es erstmal kein Geld gibt“, meint Erwin Fischer.

Christina Römer

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