Im Dortmunder Brückstraßenviertel tut sich was
01.10.2012 | 18:51 Uhr 2012-10-01T18:51:00+0200
Dortmund. Im Hin und Her um das sogenannte Komponistenhaus an der Brückstraße/Ecke Gerberstraße scheint ein Ende in Sicht: Nach Informationen der Werbegemeinschaft Brückstraße wurde der Bauantrag zur Fassadensanierung genehmigt. Einem Baubeginn stehen somit nur noch Papierarbeiten entgegen.
In 2011 hatten sich der Münchener Immobilien-Multi Dr. Josef Pultuskier und Stadtdirektor Jörg Stüdemann noch Verbalduelle in der lokalen Presse geliefert, deren Gegenstand vor allem der bauliche Zustand des Gebäudes an der Gerberstraße 1 war. Von einer mit einem „schäbigen Transparent“ verdeckten „schäbigen Fassade“ war da die Rede, Pultuskier hatte mit einer Summe im zweistelligen Millionenbereich gekontert, die er in seine Immobilien vor Ort investiert hatte.
Das fünfgeschossige Gebäude mit einer Grundfläche von rund 200 qm soll nun nach neuesten technischen und energetischen Möglichkeiten geplant werden, berichtet Architekt Alexander Siassi vom Architektenbüro Henke-Siassi, welches den Wettbewerb für sich entscheiden konnte.
Baubeginn war Frühjahr 2012
Angebote für Arbeiten an Dach und Fassade sollen nun eingeholt werden, auch die Entkernung sowie die technische Aufrüstung der gesamten Haustechnik stehen an. Im Januar und Februar sollen dann die Vergabegespräche erfolgen, der Baubeginn ist grob mit „Frühjahr 2013“ terminiert worden.
Auf eine sechsmonatige Bauzeit haben sich die Mieter im Erdgeschoss - die erste Etage steht seit längerem leer - eingestellt. „Das ist okay, alles über sechs Monate wäre schon störend fürs Geschäft“, sagt Ahmad Reihani vom Imbiss „Kartoffel-Lord“.
Auch sonst geht es wieder bergauf im Brückstraßenviertel. Nach den Umsatzeinbußen Ende letzten Jahres - offenbar unter dem Eindruck der damals eröffneten Thier-Galerie - hat sich das Geschäft der Brückstraßenhändler wieder stabilisiert. Ladenbetreiber aus dem Viertel hatten nach Eröffnung des ECE-Zentrums über Umsatzrückgänge von mehr als 30 Prozent geklagt.
Meline Ebbinghaus von der Werbegemeinschaft Brückstraße: „Die ersten drei Monate nach Eröffnung waren hart. Aber der Rummel um die Thier-Galerie hat sich gelegt.“ Während man auf der ehemaligen Thier-Brache vor allem ein breites Publikum bediene, zöge die Brückstraße eine szenigere, schillerndere Zielgruppe an.
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"...zöge die Brückstraße eine szenigere, schillerndere Zielgruppe an."
Nach dem 10. Pils ist jede Frau schön