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Im Doppeldecker auf Erkundungstour durch Dortmund

01.10.2012 | 12:02 Uhr
Im Doppeldecker auf Erkundungstour durch Dortmund
Mit einem roten Doppeldecker bietet Dortmund Tourismus Stadtrundfahrten an.Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.   Seit Sommer haben Touristen die Möglichkeit, Dortmund auf einer Stadtrundfahrt in einem Doppeldecker-Bus zu erkunden. Hoch über den Straßen erhalten Besucher einen Überblick über die Sehenswürdigkeiten der Westfalen-Metropole. Wir sind mitgefahren.

Wer sich einen ersten Überblick über Metropolen wie London, Paris oder Berlin verschaffen will, findet in den zahlreichen Stadtrundfahrten, die vor Ort angeboten werden, eine passende Möglichkeit. Seit Sommer 2012 gibt es ein solches Angebot auch in Dortmund. Doch wer die gut anderthalbstündige Fahrt antritt, merkt schon nach kurzer Zeit: Dortmund ist nicht London.

Und auch nicht Köln. Oder Düsseldorf. Auch in diesen beiden Städten bietet der Tour-Veranstalter Wolfgang Willms Stadtrundfahrten an. Allerdings in einem höheren Takt als in Dortmund. So fahren die Doppeldecker-Busse in Köln im 30-Minuten-Takt, während in Dortmund zwei Stunden bis zur Ankunft des nächsten Busses vergehen.

90 bis 100 Minuten dauert die Fahrt

90 bis 100 Minuten dauert die Fahrt durch Dortmund. Los geht’s am Hauptbahnhof, am kleinen Bussteig gegenüber der Stadt- und Landesbibliothek. Dort wartet der große rote Doppeldecker auf Fahrgäste. Oben auf dem Sonnendeck haben bereits 18 Touristen Platz genommen. Vorne sitzt ein Grüppchen Seniorinnen und schaut sich die Strecke durch die riesige Windschutzscheibe an. Über den Köpfen schützt eine transparente Plane vor Regen, Wind und Wetter.

Birgit und Dieter Kryzkowski sitzen im Doppeldecker.Foto: Stefan Reinke

Eine angenehme Stimme vom Band kündigt Sehenswürdigkeiten an und erzählt Hintergründiges. Fremdsprachige Gäste können sich die Erklärungen auch auf Englisch, Holländisch, Japanisch, Russisch, Türkisch, Spanisch, Französisch, Chinesisch oder Polnisch über Kopfhörer anhören. Zuerst aber eine Warnung: Nicht aufstehen. Das könnte in der Tat gefährlich werden, denn unter einigen Brücken ist nicht mehr viel Luft zwischen dem vier Meter hohen Bus und der Decke.

Das Harenberg Center lassen wir rechts liegen und passieren den U-Turm . Über den Wall führt die Route zur Hohe Straße. Die Stimme erzählt von der mittelalterlichen Stadtmauer und vom Strukturwandel und kommt dann zum ersten Mal auf den Fußball zu sprechen. Die Touristen lernen, dass die Hohe Straße einer der Hauptwege zum Stadion ist. Sogleich erwähnt der Sprecher ein bedeutendes Ereignis aus der jüngeren Stadthistorie: den Derbysieg des BVB vom 12. Mai 2007, mit dem die Borussen dem FC Schalke die Meisterschaft verdarben – im Revier ist eben immer Derby.

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