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IHK Dortmund kritisiert NRW-Verkehrsminister

IHK Dortmund kritisiert NRW-Verkehrsminister

Mitte Juli hat der Bund ein 2,7-Milliarden-Euro-Paket vorgestellt, mit dem Straßen saniert und ausgebaut werden sollen. Doch in die Region Dortmund fließt kein Geld. Die IHK Dortmund kritisiert nun in einem Brief an NRW-Verkehrsminister Groschek, dass es zu wenig „baureife“ Projekte gebe.

Dortmund. 

Schon Mitte Juli, als Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt ein Investitionspaket von 2,7 Milliarden Euro für Infrastruktur-Projekte vorstellt, kam Kritik von der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund. Denn ins bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen fließen nur 128 Millionen Euro. Die IHK-Region Dortmund, Hamm und Kreis Unna geht gänzlich leer aus.

Brief an NRW-Verkehrsminister Michael Groschek

Die IHK Dortmund um Präsident Udo Dolezych und Hauptgeschäftsführer Reinhard Schulz wundert sich aber nicht nur über die Vergabe des Geldes durch Dobrindt, sondern kritisiert nun auch NRW-Landesverkehrsminister Michael Groschek. Der hat vor einigen Tagen einen Brief der IHK erhalten, in dem diese laut Dolezych in etwa frage: „Woran liegt‘s, dass wir leer ausgehen?“

Eine Antwort steht bislang noch aus. Die IHK rechnet aber fest damit, Post vom Minister zu bekommen.

B236, B1-Tunnel und Bahnstrecke Münster-Dortmund

Nach Ansicht der IHK Dortmund sind in NRW wegen ausgebliebener Planungen in den vergangenen Jahren „zu wenig baureife Projekte vorhanden“, für die es Geld vom Bund geben könnte. Als wichtige Projekte, die nicht vorankommen, nennte Dolezych den Bau des B1-Tunnels und den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Münster-Dortmund.

Als „dringend notwendigen Lückenschluss“ bezeichnet die IHK auch den Ausbau der B236 von der Stadtgrenze Dortmund/Schwerte bis zur A1.

2015-08-06 17:21:00.0