Huren-Demo soll Straßenstrich Dortmund vor Schließung retten
17.03.2011 | 14:44 Uhr 2011-03-17T14:44:00+0100
Dortmund. Dortmunds Prostituierte wollen für den Erhalt des Straßenstrichs demonstrieren – in einem Protestmarsch von der Ravensberger Straße zum Rathaus. Am Donnerstag, 24. März, geht die Demo um 14.30 Uhr in der Nordstadt los.
Für den Erhalt des Straßenstrichs auf der Ravensberger Straße wollen Dortmunds Prostituierte vors Rathaus ziehen. In einem Protestmarsch am Donnerstag, 24. März, ab 14.30 Uhr wollen die Huren von der Ravensberger Straße durch die Innenstadt zum Friedensplatz marschieren.
Wie Claudia Attig-Grabosch von der Beratungsstelle Kober erklärte, habe man am vergangenen Mittwoch (10. März 2011) die Frauen auf dem Straßenstrich von den Schließungsplänen unterrichtet. Die Resonanz auf dieses Treffen sei sehr groß gewesen – viele seien zur Beratungsstelle gekommen. „Da kam die Idee von den Frauen, für den Erhalt des Straßenstrichs auf die Straße zu gehen“, erklärt Claudia Attig-Grabosch auf WR-Anfrage.
Dieses Vorhaben werde man von Kober unterstützen. Die Demo sei von der Polizei bereits genehmigt. Wie viele Frauen teilnehmen werde, wisse man noch nicht. Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle gehen davon aus, dass es auf jeden Fall mehr als 50 Frauen sein werden.
12:52
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11:07
Die Sonne geht Morgens auf und Abends unter! Ob es einen passt oder nicht! Es wird immer Strassenprostitution geben! Immer!!! Und damit diese sich nicht in ganz Dortmund verteilt, ist es wichtig das der Strassenstrich erhalten bleibt, damit man einen kontrollierbaren Raum hat! Ich denke mir, das die Stadt Dortmund ja wohl 600 m Strasse entbehren kann, besonders dann wenn der durch eine Schließung generierte Aufwand von Polizei und Ordnungsamt den Steuerzahler Unmengen kostet! Die Razzia war ja auch mehr als Erfolgreich ;-). Diese Polizeiaktion hat aber trotzdem für mich positiv gezeigt, das man auch in der Nordstadt hart durchgreifen kann ohne den Strassenstrich zu schließen! Die Politiker hoffen das durch eine Schließung die Zuhälter und illegalen Hausbesetzer verschwinden. Im Umkehrschluss kann man aber auch sagen, das wenn die Zuhälter weg sind, die Frauen auch nicht mehr anschaffen werden. Damit hat man aber den Frauen die das freiwillig machen wenigstens die Existenzgrundlage gelassen und sie nicht kriminalisiert und das Problem mit Menschenhandel und Ausbeutung unter den Teppich gekehrt!
Das Argument das man die Linie Str., FKK Clubs etc. hat, ist nur bedingt ein Argument für die Schließung! Viele Frauen brauchen sich in diesen Clubs, ab einem Alter von 28 und einer bestimmten Konfektionsgröße gar nicht erst zu melden! Außerdem gibt es so viele Frauen die am Rande des Limits stehen, das denen das egal ist, ob sie von der Polizei oder Ordnungsamt eine Geldstrafe bekommen oder nicht! Frei ist man leider erst, wenn man nichts mehr zu verlieren hat! Ich bin für den Erhalt des Strassenstriches, da die Politiker diesen mit, meiner Meinung nach fadenscheinigen Argumenten, schließen wollen und ich und viele andere Dortmunder müssen es bezahlen!!! Das ich mich dagegen Wehre ist doch klar!
Ich gebe lieber mein Geld für Kober oder eine anderen Hilfsorganisation aus, als manchen arbeitsentwöhnten Deutschen zu unterstützen der seine Rechte besser kennt, als seine Pflichten! (Ich will hier nicht pauschalisieren, aber ich kenne leider einige bei denen es so ist!!! Also nichts gegen Menschen die wirklich unverschuldet in Not geraten sind. Diese Leute muss man natürlich bestmöglich unterstützen!!!!!!). Die Frauen arbeiten für ihr Geld und bringen dieses wieder in die Wirtschaft ein, da sie Miete, Essen und Kleidung von ihrem eigenen hart verdienten Geld bezahlen und nicht von dem Geld das der Staat ihnen zur Verfügung stellt!
Dortmund sollte mal den Test machen und den Strassenstrich lassen und dafür sechs Monate jegliche soziale Unterstützung einbehalten, dann kann man ja mal schauen, ob Bulgaren immer noch die angebliche Mehrheit auf dem Strassenstrich darstellen. Nach drei Monaten sollte man Androhen den Strassenstrich zu schließen. Dann kann man ja mal sehen, wie viele Frauen und Männer das als sozial ungerecht ansehen und auf der Strasse protestieren!!!!
12:05
Ein Straßenstrich ist kein logistisches Muss in der Infrastruktur einer Großstadt und nur für zwei Männertypen ein verwertbares Ereignis. Erstens für Freier, die für 20 € das suchen, was sie Zuhause nicht bekommen und zweitens für Kriminelle, die als Zuhälter die Frauen zur Ekelarbeit auf den Strich schicken und ihnen das Geld für den Drogenkonsum wieder abnehmen. Diese betriebswirtschaftliche Fertigungstiefe mit Frischfleisch-Nachlieferung im Quartals-Rhythmus durch den bulgarischen Straßenstrich-Express ist ein lukratives, aber auch frauenfeindliches und menschenunwürdiges Geschäft, das auch die Ökos Langhorst und Reuter sowie die Kober-Dame Attig-Grabosch eigentlich nachhaltig bekämpfen müßten. Müßten, aber es bleibt bei ihnen beim eigentlich denn mit der Abschaffung des Straßenstrichs geht den einen ein wichtiges politisches Thema verloren und ein anderes haben sie offenbar nicht (d. h. die Ökos würden sich selbst abschaffen) und Frau Attig-Grabosch könnte nicht mehr ihr Helfer-Syndrom ausleben. So ignorieren Attig-Grabosch, Langhorst und Reuter folgende schlichte Tatsache: Viele Frauen auf dem Strich sind Opfer. Ihr Ausstieg ist nicht zu organisieren. Das Aus für den Strich entzieht den Zuhältern die wirtschaftliche Grundlage. Ein Grund, daß sie Dortmund fern bleiben würden.
09:01
Wäre mal interessant zu wissen, ob sich hinter den Prostituierten mit Sonnenbrillen und Perücken nicht ausschließlich die Schwesternorganisationen von Kober verstecken.
22:14
@ #17 abcsagt
Auch wenn Ignoranten es nicht begreifen wollen:
Der Straßenstrich ist Geschichte, was für die Wohnqualität der Nordstadt nur positiv sein kann.
Die Postkartenmotive der Nordstadt-Eltern dürften jedem bekannt sein.
Die deutschen Drogenweiber sind mit ein Bestandteil des Problems; eins von vielen.
20:24
Da werden also alle Prostituierten über den gleichen Kamm geschoren.
Deutsche Prostituierte, die schon seit Jahren hier angeschafft haben und über diese Personen in dieser Zeit wohl keine Klagen kamen und zugereiste Prostituierte aus osteuropäischen Ländern die angeblich sich hier zwangsverdingen müssen.
Und so sollen nach dem Willen der Verwaltung alle das Gewerbe aufgeben und womöglich es heimlich in der Garage oder in Hinterzimmern treiben.
20:10
@#13 von sawadiall , am 17.03.2011 um 18:57
sawadiall: „Raus auf die Straße! Es ist wichtig, diesen Straßenstrich zu erhalten, die Frauen zu unterstützen.“
Na da, dann raus auf die Straße und unterstützen Sie den Straßenstrich. Mit für 15 Euro (ohne Kondom) sind Sie dabei.
Entschuldigen Sie den Zynismus, aber Ihre Ausführungen gehen am Kern der Sache vorbei. Sicher darf jede Frau, deren Herzenswunsch das ist, als Prostituierte arbeiten, und das gilt auch für freizügige Ost-Europäerinnen (freizügig ist hier natürlich auf das EU-Recht bezogen).
Aber es gibt kein Recht, das auf Kosten anderer Menschen zu tun. Es gibt kein Recht, öffentlichen Raum zu okkupieren und andere zu belästigen (selbst Halbwüchsige werden angesprochen, unbeteiligte Passantinnen als vermeintliche Konkurrenz aggressiv angegangen).
Wer eine Geschäftsidee hat, muss auch selber für einen Raum zum Arbeiten sorgen (ich musste auch ein Büro anmieten und kann mich nicht einfach irgendwo einquartieren). Wenn Prostituierte unter freiem Himmel arbeiten wollen, sollen sie ein Gelände pachten und können sich dann auch gerne Dixi-Klos anmieten und Sicherheitspersonal anheuern.
19:58
Warum suchen sich die Prostituierten nicht das Rathaus für ihre Anbahnungsgespräche aus.
18:58
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Steuerpflicht von Prostituierten:
3.4.6 Prostituierte und ihr Verständnis von Steuern
Von 305 schriftlich befragten Prostituierten gaben 38,4 % an, ihr Einkommen aus der Prostitution zu versteuern. Bei den hauptberuflich tätigen Prostituierten war die Steuerzahlmoral deutlich ausgeprägter, von ihnen zahlten 46,2 % Steuern, von den nebenberuflich Tätigen versteuerten 28,6 % ihr Prostitutionseinkommen.
Die Hälfte der Befragten versteuerte ihre Prostitutionseinkünfte nicht. Die am häufigsten genannten Motive, warum keine Steuern gezahlt werden, waren finanzielle Gründe, Unwille sowie Schwarzarbeit. An finanziellen Gründen wurden geringer bzw. sinkender Verdienst, abzuzahlende Schulden oder hohe Abgaben in der Prostitution genannt. Der Unwille, Steuern zu zahlen, resultierte teilweise auch aus einem Gefühl der Rechtlosigkeit: Keine Rechte, keine Pflichten! Einige der schwarz arbeitenden Befragten waren arbeitslos gemeldet oder bezogen Leistungen des Sozialamtes.
Teilweise wussten Befragte nicht, wie sie die steuerlichen Modalittäen regeln sollten oder meinten Prostitution ist steuerfrei!. ...............
Quelle:
http://www.bmfsfj.de/doku/prostitutionsgesetz/03030406.html
Soviel also zu dem Märchen,daß hier fleißig Steuern bezahhlt werden.
Das nächste Märchen:
Huren bezahlen Gewerbesteuer
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Erst ab einem Gewinn,der über dem Freibetrag von 24.500 Euro liegt, fällt Gewerbesteuer an.
Einkommenssteuern werden bei Prostituierten als Pauschale im sog. Düsseldorfer Verfahren erhoben und mit 25€/Tag bei 25 Arbeitstagen berechnet.
Erst bei erkennbarer Falschbesteuerung (z.B. Hauskauf mit Barmitteln) wird seitens der Behörden auf eine Tarifbesteuerung gedungen.
MÄRCHEN 3:
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Prostituierte zahlen Umsatzsteuer
Die Umsatzsteuer wird nicht erhoben, wenn die Einnahmen im vorangegangenen Jahr weniger als 17.500 Euro betragen haben und im laufenden Jahr voraussichtlich 50.000 Euro nicht übersteigen werden. Dabei sind die Umsätze aus allen Tätigkeiten zusammenzurechnen.
Sozialversicherung:
Stadt Dortmund und Land NRW haben in 2010 110 Abtreibungen der Dortmunder Straßenhuren bezahlt.
Das wäre bei angeblich bestehender Krankenversicherung wohl ebenso unnötig, wie die kostenlose ärztliche Behandlung bei Kober.
18:57
1. Laut Artikel Artikel 12 des Grundgesetz haben alle Deutschen das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen.
Alle EU-BürgerInnen haben laut Freizügigkeitsgesetz/EU vom 30. Juli 2004 das Recht auf Einreise und Aufenthalt nach Maßgabe des Gesetzes. Damit auch BulgarInnen und RumänInnen.
Prostituierte sind in der Regel Selbständige. In Dortmund führen sie eine Pauschalsteuer und eine Vergnügungssteuer ab. Diese Steuern sind in keinem anderen selbständigen Gewerbe zu zahlen.
Bulgarien und Rumänien gehören zur EU.
2. Es gibt laut Artikel 5 des GG die Freiheit der Rede, auch Meinungsfreiheit.
Laut Artikel 8 des GG gibt es das Demonstrations-/Versammlungsgrundrecht. Dies nehmen die Frauen in Anspruch. Sie kämpfen für ein selbstbestimmtes Arbeiten an einem Ort, der sicher ist. Jede Verdrängung heißt: keine Sicherheit, keine sanitären Anlagen, Gewalt. Es ist unbegreiflich, wie auf der einen Seite die Schließung gefordert wird und die Kommentare sich darauf beziehen, daß die Frauen ausgebeutet werden, andererseits die Strukturen nicht gesehen werden, in welchen Frauen nur schlecht arbeiten können. Je durchsichtiger, je legaler, desto besser für die Frauen.
3. Raus auf die Straße! Es ist wichtig, diesen Straßenstrich zu erhalten, die Frauen zu unterstützen. Transparenz in alle Richtungen ist für AnwohnerInnen und Prostituierte gut.
4. Raus mit denen, die an der Prostitution verdienen, weil sie scheinlegale Strukturen ausnutzen. Frauen können nur gestärkt werden, wenn sie gut arbeiten können. Verdrängung heißt, daß sie sich wieder Nischen suchen müssen, die gefährlich sind.
5. Bitte nachdenken. Prostitution berührt vieles: Emotionen, Sexualität, Intimes, Moral, Migrationsprobleme, Rassismus, eigene Wertvorstellungen, Recht.
Doch: Prostitution ist legal und sie benötigt Orte, wo sie stattfinden kann. Sie überall zu verbieten, ist falsch.